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Der "Neue" im Tostedter Rathaus ist da: "Für die Menschen vor Ort die besten Lösungen finden"

Im Rathaus angekommen: Samtgemeinderat Stefan Walnsch (li.) begrüßt Dr. Peter Dörsam
bim. Tostedt. Tostedts neuer Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam (48, unabhängig) hat am Montag seinen Arbeitsplatz im Rathaus bezogen. Willkommen geheißen wurde er als erstes von Samtgemeinderat Stefan Walnsch. Das WOCHENBLATT wollte von Dörsam zu Beginn seiner Amtszeit wissen, wie er sich auf seine neuen Aufgaben vorbereitet hat und wie er die künftige Zusammenarbeit mit Verwaltung und Rat sieht.
WOCHENBLATT: Wie haben Sie sich auf Ihre neuen Aufgaben vorbereitet?
Peter Dörsam: Ich habe mich intensiv mit den aktuellen Themen der Kommunalpolitik befasst und auch bereits viele Gespräche geführt. Gern wäre ich auch schon direkter in die Beratungen mit eingestiegen, dies war in der speziellen Situation vor Ort leider nicht möglich. Mit meinem Amtsantritt am 1. November gibt es jetzt einen Neuanfang, wobei ich von einer guten und konstruktiven Zusammenarbeit mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausgehe.
WOCHENBLATT: Welche großen Herausforderungen sehen Sie für Ihre bevorstehende Amtszeit?
Peter Dörsam: Die größte Herausforderung wird es sein, die Verschuldung abzubauen und die Handlungsfähigkeit zu erhalten. Aktuell wird der Entwurf des Haushaltsplans für 2015 und 2016 beraten. Demnach wird die Verschuldung bis Ende 2016 auf 15 Millionen Euro steigen. Allerdings sind weitere Investitionen von ca. zehn Millionen Euro angedacht, diese würden die Verschuldung bis auf 25 Millionen Euro steigen lassen. Allein 2,8 Millionen Euro zusätzliche Schulden ergeben sich aus dem Abriss und Neubau der Schule in Todtglüsingen. Hier gibt es gute Alternativen, die deutlich wirtschaftlicher sind.
WOCHENBLATT: Die Bürger haben Sie als unabhängigen Kandidaten gewählt. Für viele politische Mitstreiter sind Sie nach wie vor der Grüne. Wird es Ihrer Ansicht nach Probleme geben, für Ihre Anliegen Mehrheiten im Rat zu finden?
Peter Dörsam: Ich bin als unabhängiger Kandidat angetreten, gerade weil ich keine Parteipolitik betreiben möchte. Dieses habe ich auch bei Gesprächen, die ich mit allen Fraktionen geführt habe, betont. Die Ratsmitglieder sind genauso wie ich gewählt, um für die Menschen vor Ort die besten Lösungen zu finden. Dieses sehe ich als unsere gemeinsame Aufgabe an.
WOCHENBLATT: Werden Sie als Verwaltungschef Veränderungen bei der Rathausbelegschaft vornehmen oder zusätzliche Stellen schaffen?
Peter Dörsam: Schon finanziell sehe ich für zusätzliche Stellen kaum einen Handlungsspielraum. Zudem bin ich überzeugt, dass die Verwaltung gut aufgestellt ist. Allerdings muss die Samtgemeinde auch ihre Aufgaben erfüllen, insofern wird z.B. bei der Einrichtung zusätzlicher Krippengruppen selbstverständlich auch entsprechendes Fachpersonal eingestellt werden müssen.
WOCHENBLATT: Sie sind Inhaber des PD-Verlags. Wie wird Ihr Unternehmen künftig geführt?
Peter Dörsam: Die Geschäftsführung habe ich abgegeben und bin überzeugt, eine zukunftsfähige Lösung für den Verlag gefunden zu haben.