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Drei Kandidaten buhlen in Otter ums Bürgermeister-Amt

Birgit Horstmann kandidiert für die CDU
bim. Otter. Die kleine Gemeinde Otter mit ihren rund 1.700 Einwohnern, die sich auf ihrer Homepage als "die Perle der Samtgemeinde Tostedt" rühmt, steht vor einem Umbruch - zumindest politisch. Nach 30 Jahren an der Spitze der Gemeinde wird Herbert Busch (CDU) nicht erneut kandidieren. Mit Birgit Horstmann (52, CDU), Bernhard Bruhn (67, Unabhängige Wählergemeinschaft Otter, UWO) und Bernd Thielsen (59, parteilos) werfen gleich drei Kandidaten ihren Hut für das Bürgermeisteramt in den Ring.
Birgit Horstmann: Sie ist seit 15 Jahren in der CDU und ebenso lange im Gemeinderat. "In den vergangenen fünf Jahren war die Zusammenarbeit angenehm, auch wenn zuvor kontrovers diskutiert wurde. Aber letztlich wurden fast ausschließlich einstimmige Beschlüsse gefasst", sagt sie. So wurden u.a. das große Neubaugebiet, der Kreisverkehr und das Feuerwehrgerätehaus realisiert. "Altlasten" gebe es keine abzuarbeiten. "Ein Dauerwohnrecht in Ottermoor wird immer ein Thema sein", so Birgit Horstmann. "Otter ist gut aufgestellt. Ich setze mich dafür ein, dass es so bleibt, und hoffe auf gute Zusammenarbeit mit der Samtgemeinde."
Die Finanzbeamtin, die auch Schöffin am Landgericht Stade ist, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.
Bernhard Bruhn: Er gehört der UWO seit 20 Jahren an und ist seit fünf Jahren im Gemeinderat. Sein vordringlichstes Ziel: Ottermoor vorantreiben. Die Bebauungssituation in dem früheren Wochenendhaus-Gebiet sei - obwohl der Bebauungsplan jüngst ausgelegen habe - nach wie vor ungeklärt. Auch liegen ihm die Ortsteile Todtshorn, Ottermoor und Wümmegrund am Herzen, die bisher "schändlich vernachlässigt" worden seien, u.a. beim Mähen der Randstreifen oder der Wegebeleuchtung. Bernhard Bruhns weitere Ziele: die Finanzen weiterhin gesund halten; nach Möglichkeit keine größere Wohngebietserweiterung, keine Zersiedelung der Landschaft. "Otter soll eine eigenständige Gemeinde bleiben und nicht an Tostedt heranwachsen", so Bruhn.
Der Kfz-Sachverständige hat zwei erwachsene Kinder.
Bernd Thielsen: "Meine Absicht ist es, die Arbeit des Rates transparent zu machen und im steten Dialog mit den Bürgern eine vom Bürgerwillen diktierte Politik für Otter und die Ortsteile Groß Todtshorn, Klein Todtshorn, Knick, Ottermoor, Riepshof, Schillingsbostel und Wümmegrund zu gestalten", sagt er. Seine weiteren Ziele: sichere Schulwege, Stärkung eines harmonischen Dorflebens, u.a. durch Unterstützung der Vereine und Erhalt des Dorfladens.
Der Bezirksschornsteinfegermeister im Ruhestand hat zwei erwachsene Kinder.