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Eltern in Todtglüsingen besorgt: "Kinder sitzen ohne Heizung im Dunkeln"

Die Grundschule Todtglüsingen ist in die Jahre gekommen. Eltern und Schulleitung hatten auf einen Neubau gehofft
bim. Todtglüsingen. Besorgte Mütter von Todtglüsinger Grundschülern riefen in dieser Woche in der WOCHENBLATT-Redaktion an: „Die Kinder sitzen mit Heizlüfter im dunklen Klassenraum.“ Hintergrund war, dass zwischenzeitlich der Strom und mehrere Tage lang die Heizung ausgefallen war. Dieser Vorfall bestärkte Eltern und Schulleitung bei ihrer Argumentation, dass ein Grundschul-Neubau, der am Donnerstag auch im Samtgemeinderat Thema war, dringend erforderlich ist.
Um die Adventsstimmung bei Kerzenschein zu genießen, seien in einer Klasse die elektronisch gesteuerten Rollos heruntergelassen worden. Die hätten sich dann aber wegen eines Stromausfalls nicht wieder hochfahren lassen, berichtete eine Mutter. Außerdem sei bereits seit dem Donnerstag der Vorwoche die Heizung ausgefallen.
Die Verwaltung habe einen Tag später davon erfahren und sich umgehend bemüht, den Schaden zu beheben, so Tostedts Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam. „Natürlich ist es schlecht, wenn so etwas passiert. Aber das kann an allen Schulen mal passieren. Die Gebäudewirtschaft ist am Thema dran“, sagte Dörsam. Der Schaden sollte bis gestrigen Freitag behoben sein.
Dörsam räumt ein, dass die Heizung in den vergangenen Jahren mehrmals defekt gewesen sei. Problematisch sei u.a. der nicht optimale Standort der 1990 eingebauten Anlage hinter der Turnhalle. Bisher sei die grundlegende Heizungsreparatur aber nicht angegangen worden, weil es ohnehin einen An- bzw. Neubau der Grundschule geben und dann auch die Heizung erneuert und versetzt werde.
„Was erwartet man von einem in die Jahre gekommenen Gebäude? Wir haben am laufenden Band Schäden. Das nervt“, meint dazu Schulleiter Friedhelm Wörner. Er ist dankbar, dass sich die Samtgemeinde als Schulträger umgehend um die Behebung der Probleme bemüht habe. „Aber wir brauchen einen Schul-Neubau. Alles andere ist keine Lösung.“
• Der Samtgemeinderat sprach sich mit 18 zu 14 Stimmen für einen großen Anbau im rückwärtigen Bereich der Grundschule für 3,15 bis über 4 Millionen Euro und damit gegen einen kompletten Neubau aus.
• Auch bei der Freibad-Sanierung soll es endlich voran gehen: Mit 19 zu 13 Stimmen sprach sich der Rat für die Realisierung des Konzeptes der Planungsgruppe Hildesheim und damit für ein konventionelles Chlorbad aus. Ein ausführlicher Bericht folgt.