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Energiewende mit Augenmaß

Die SPD-Kreistagsfraktion und die SPD-Bundestagskandidatin Svenja Stadler (5. v. re.) besuchten die Biogasanlagen in Heidenau (Foto: oh)
bim/nw. Heidenau. Im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „Fraktion vor Ort“ besuchte die SPD-Kreistagsfraktion Heidenau und befasste sich mit den lokalen Folgen der Energiewende. Begleitet von SPD-Bundestagskandidatin Svenja Stadler aus Seevetal besuchten die Abgeordneten die Biogasanlagen am Vaerloher Weg und das Gebiet mit den Windkraftanlagen östlich des Geheger Weges. „Wenn die Energiewende wirklich gelingen soll, müssen die Bürger und die Gemeindevertretungen enger als bislang in die konkrete Umsetzung bei allen Planungen einbezogen werden“, so Svenja Stadler. Sie werde sich im Bundestag dafür einsetzen, dass die rechtlichen Voraussetzungen, zum Beispiel im Baurecht, noch mehr als bisher erweitert werden.
Beeindruckt waren die Abgeordneten vom Konzept und dem technischen Stand der Biogasanlagen, von denen ein technisch aufbereitetes Gas direkt in eine Gaspipeline eingespeist wird. In der anderen Anlage wird über einen Gasmotor Strom erzeugt und die Abwärme ebenfalls in unterschiedlicher Weise genutzt. Die Gärbehälter werden aus den angeschlossenen Stallanlagen mit Gülle und Biomasse, überwiegend Maispflanzen, beschickt.
Zu den Windkraftanlagen gab der Heidenauer Otje Moorbeck einen fachkundigen Einblick in die Entstehungsgeschichte, Wirkungsweise und die Effekte auf die Umwelt. Den Abgeordneten wurde schnell klar, dass der für das neue regionale Raumordnungsprogramm (RROP) von der SPD geforderte Mindestabstand von der Wohnbebauung von 1.000 Metern tatsächlich der Mindestabstand sein muss.
Reinhard Riepshoff, Kreistagsabgeordneter und Bürgermeister von Heidenau, machte klar, dass sich die Gemeinde den Erfordernissen für eine geglückte Energiewende nicht verschließen werde. Neue Windkraftanlagen „an der richtigen Stelle“ nördlich von Heidenau sollten am besten als „Bürger-Windpark“ entstehen. Es sei wichtig, die Bürger nicht nur bei der Planung einzubeziehen, sondern ihnen auch die Möglichkeit einer wirtschaftlichen Beteiligung zu verschaffen. „Wir unterstützen die Wende, aber mit Bürgerbeteiligung und Augenmaß“, so Riepshoff.