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Freibadfördervereins-Vorsitzende: "Ich bin enttäuscht von der Entscheidung, den Hundeschwimmtag abzusagen"

bim. Tostedt. Mehrere Hundehalter bedauern in Leserbriefen, dass der Samtgemeinderat den Hundeschwimmtag mehrheitlich abgelehnt hat (das WOCHENBLATT berichtete). Auch Freibadfördervereins-Vorsitzende Jasmin Kramer hat eine Stellungnahme geschickt, die wir hier in Auszügen veröffentlichen:
"Ich persönlich bin sehr enttäuscht von unserem Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam und kann den Ratsentschluss gegen den geplanten Hundetag nicht nachvollziehen. Natürlicherweise erwarte ich nicht, dass jeder die Idee mit dem Hundeschwimmen toll findet, aber ich behaupte, dass es nicht zu viel verlangt ist, sich mal mit dem Thema etwas auseinander zu setzen. Ausreichendes Infomaterial ist in Hülle und Fülle vorhanden. Es sind diverse Erfahrungsberichte und Medienberichte von anderen Freibädern vorhanden. Auch in Horneburg fand so ein Hundeschwimmtag am 12. September erfolgreich statt (das WOCHENBLATT berichtete). Viele Freibäder deutschlandweit machen jedes Jahr aufs Neue so eine Veranstaltung.
Als ich Anfang August das erste mal davon gehört habe, dachte ich auch erst" 'Na, ob das so gut ist?' ...Aber je mehr ich bei der Initiative „HundimFreibad“ darüber gelesen habe, desto besser gefiel mir der Gedanke, so etwas nach Tostedt in unser Freibad zu holen.
Was mir in der Ratssitzung ganz negativ aufgestoßen war, war die Aussage von Rolf Aldag (CDU), dass eben keine Informationen mit Pro und Contra der Sitzungsvorlage angefügt waren und er somit aus dem Bauch heraus gegen den Hundetag entschieden hat. Ich bin nicht sauer, dass der Hundetag für 2015 abgesagt worden ist, sondern ich bin sauer, wie mit einer Idee umgegangen wird, wenn man mal was Neues in Tostedt ausprobieren möchte, was eben nicht täglich stattfinden kann.
Mich persönlich erschüttert auch ein wenig die Gutgläubigkeit der Bürger. Gibt es wirklich Menschen, die ernsthaft daran glauben, dass so ein Freibadbecken das ganze Jahr hübsch sauber ist? Jedes Freibadbecken sieht vor einer Saison 'ekelhaft' aus, denn die kalte Jahreszeit hinterlässt jedes Jahr ihre Spuren im Becken. Nicht nur Laubreste, Schmutz, Dreck und freilaufende Katzen, sondern auch Enten oder vorbeifliegende Vögel verunreinigen logischer Weise Jahr für Jahr die Freibadbecken und die Liegeflächen so stark, dass die jeweilige Badebetriebsleitung mindestens zwei, drei Wochen vor Saisoneröffnung mit einer ordnungsgemäßen Beckenreinigung beschäftigt ist."
Und zu dem Eklat in der Ratssitzung: "Mein Informationsschreiben an die Verwaltung wurde als Antrag gewertet. Zugegebenermaßen ist das wirklich blöd gelaufen. Fakt ist, dass ich da einen Fehler gemacht habe. Zwar habe ich nicht absichtlich gegen die Verwaltung gehandelt, aber ich habe die Aussage 'Ja mach mal' als ein klares Einverständnis gedeutet. In der Vergangenheit wurden die Entscheidungen ob wir beispielsweise ein Sommerfest veranstalten dürfen, ebenfalls am Telefon mit 'Ja macht mal' entschieden, und bislang ging immer alles ohne schriftliche Anträge."