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Gemeinde Tostedt lebt von den Überschüssen aus den Vorjahren

Tostedts Gemeindedirektor Dr. Peter Dörsam und Kämmerin Simone Sepp stellten den Haushalt der Gemeinde Tostedt im WOCHENBLATT-Gespräch vor
bim. Tostedt. In den kommenden Jahren wird die Gemeinde Tostedt aus der Überschussrücklage leben. Das erklärten jetzt Kämmerin Simone Sepp und Gemeindedirektor Dr. Peter Dörsam im WOCHENBLATT-Gespräch. Und das, obwohl die Gemeinde schon Kürzungen bei der Sportförderung vorgenommen hat. Auch wurden Baumaßnahmen verschoben, so wie z.B. der Ausbau der Zinnhütte, die sinnvollerweise erst nach dem Bau des Netto-Marktes in Angriff genommen wird.
Ein Grund für die Finanzlage: Stärker als bei der Samtgemeinde (170.000 Euro) schlägt bei der Gemeinde Tostedt mit 295.000 Euro die wegen der Flüchtlingskosten erhöhten Kreisumlage zu Buche. „Der Landkreis Harburg und die Stadt Hannover sind die einzigen Kommunen, die vom Land keine auskömmliche Flüchtlingszuweisung bekommen“, so Dörsam.
Der Ergebnishaushalt der Gemeine Tostedt hat ein Volumen von 11,76 Millionen Euro (2017) und von 11,92 Millionen Euro (2018). Er schließt 2017 mit einem Überschuss in Höhe von 182.000 Euro ab, während Kämmerin Simone Sepp im Folgejahr einen Fehlbetrag von 533.100 Euro erwartet. Der Fehlbetrag 2018 kann aus den aus den Überschüssen der Vorjahre gebildeten Rücklagen gedeckt werden, die Ende 2018 voraussichtlich 3,62 Millionen Euro betragen wird.
Der Finanzhaushalt in den kommenden beiden Jahren ist geprägt durch Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen in Höhe von 1,93 Millionen Euro. Die größten Posten sind der Ausbau der südlichen Schützenstraße zwischen Freudenthalstraße und EVB-Bahnschienen im Jahr 2018 für 600.000 Euro sowie der Anteil der Gemeinde am Ausbau der Lohberger Straße (K57) durch den Landkreis Harburg mit 950.000 Euro, weil die Gemeinde für die Entwässerung zuständig ist. 100.000 Euro werden in die Beleuchtung entlang der B75 investiert, die dank besserer Energieeffizienz letztlich zu Einsparungen bei den Stromkosten führt. Außerdem sollen alle vorhandenen Leuchten in den kommenden vier Jahren auf LED umgerüstet werden.
Weil die Gemeinde zu einem anderen Zeitpunkt bessere Ausschreibungsergebnisse erwartet, wird der

Ausbau des Quartiers Berliner Straße

(475.000 Euro) von 2018 auf 2019 verschoben.
Für die 2017 und 2018 geplanten Investitionen sind keine neuen Kreditaufnahmen erforderlich. „Erst 2020 und 2021 seien Kreditaufnahmen geplant. Bis dahin können wir liquide Mittel einsetzen“, so Simone Sepp.
„Durch zwei Erschließungsmaßnahmen in den Jahren 2017 und 2020 rechnen wir mit Überschüssen“, sagt Dörsam zu den Erträgen aus den Baugebietsabschnitten der Gartenstadt Heidloh.
Der Gesamtschuldenstand beträgt Ende 2018 voraussichtlich 1,8 Millionen Euro, Ende 2021 werden es rund 2,6 Millionen Euro sein.
Die Beratungen zur Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft erfolgen ab Januar in den Mitgliedsgemeinden. Sollte sich die Samtgemeinde daran beteiligen, müssten die Kosten auch noch in den nächsten Doppelhaushalt aufgenommen werden.