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"Illegale Wolfstötungen nicht tatenlos hinnehmen"

(bim). Der am 7. Oktober im Ammerland tot aufgefundene Wolfsrüde wurde erschossen. Das ergab die Obduktion durch das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin. Damit ist es seit dem Jahr 2000 der vierte illegal geschossene Wolf in Niedersachsen, bundesweit der 26. bekannte Fall. „Das zeigt, wie wichtig sachliche Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung, vor allem aber auch bei Jägern und Tierhaltern ist“, so Dr. Holger Buschmann, NABU-Landesvorsitzender Niedersachsen. „Ich finde es daher sehr wichtig, dass sich der Landesjagdverband entschieden gegen illegale Wolfsabschüsse positioniert und solche Taten ebenso wie der NABU verurteilt“, sagt Dr. Buschmann.
Der NABU fordert die zuständigen Behörden und Minister auf, entschlossener gegen illegale Wolfstötungen vorzugehen und Täter entsprechend strafrechtlich zu verfolgen. Bislang gab es bundesweit nur drei Verurteilungen - in allen Fällen hatten sich die Täter selbst gestellt. Eine illegale Wolfstötung kann mit einer hohen Geldstrafe, dem Entzug der Waffenbesitzerlaubnis und sogar Freiheitsentzug bis zu fünf Jahren bestraft werden.
Seit der Rückkehr der Wölfe nach Deutschland im Jahre 2000 habe es keine Situation gegeben, in der sich ein Wolf einem Menschen gegenüber aggressiv verhalten habe. Dennoch gebe es auch für eine solche Ausnahmesituation eine Regelung, bei der die letale Entnahme eines Wolfes möglich ist. Gleiches gelte, falls ein Wolf besonderen wirtschaftlichen Schaden anrichte. „Die Gesetzeslage ist klar: Wölfe sind europaweit geschützt. Dass es dennoch immer wieder zu illegalen Wolfstötungen kommt, dürfen die verantwortlichen Politiker nicht tatenlos hinnehmen“, forderte Buschmann.