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Keine Bebauung mehr auf Wiesen am Quellner Weg?

Wann? 02.11.2017 18:00 Uhr

Wo? Rathaus, Schützenstraße 26, 21255 Tostedt DE
Diese Fläche im rückwärtigen Bereich des Quellner Weges sollte bebaut werden
Tostedt: Rathaus | bim. Tostedt. Vier nebeneinander liegende Wiesengrundstücke im Quellner Weg im rückwärtigen Bereich der Häuser Nr. 15, 17, 19 und 21 zwischen Brombeer- und Fliederweg zu bebauen, hat das Ingenieurbüro Gottschalk im März 2016 beantragt (das WOCHENBLATT berichtete). Mit dem Thema befasst sich am Donnerstag, 2. November, um 18 Uhr erneut der Planungs- und Umweltausschuss der Gemeinde Tostedt im Rathaus-Sitzungsraum, Schützenstraße 26a. Nachdem es aus der Politik im Frühjahr vergangenen Jahres zunächst ein wohlwollendes Votum gab, haben sich die Vorzeichen geändert. Deshalb spricht sich die Verwaltung nun gegen Aufstellung eines Bebauungsplanes aus.
Rückblick: Das Ingenieurbüro Ingo Gottschalk wollte in zweiter Reihe 14 Einzel- und Doppelhäuser errichten lassen. Der Bauausschuss hatte damals empfohlen, einen Bebauungsplan für die rund 11.000 Quadratmeter große Fläche zu erstellen, mit den Grundstückseigentümern Gespräche zu führen, um die Flächen zu erwerben, und parallel die Flächennutzungsplanänderung anzuschieben.
Anwohner hatten gegen die geplante Bebauung protestiert. Eines ihrer Argumente: Laut dem Landschaftsplan der Gemeinde hat das Gebiet zwischen EVB-Bahnlinie und Quellner Weg eine hohe Schutzwürdigkeit und den Charakter eines Landschaftsschutzgebietes. Der Verwaltungsausschuss hatte das Thema wenig später zur erneuten Beratung einstimmig in den Fachausschuss zurück verwiesen. Zunächst sollten unter Einbeziehung der Unteren Landschaftsbehörde des Landkreises noch ökologische Bedenken hinsichtlich des Natur- und Landschaftsschutzes erörtert werden.
Diese Stellungnahme liegt seit Dezember 2016 vor, die dem Ingenieurbüro diesen Februar zugesandt wurde. Auch darin wird u.a. auf die erhebliche "Beeinträchtigung des Naturhaushalts und des Landschaftsbildes" hingewiesen. Und die Samtgemeinde müsse aus städtebaulicher Sicht darlegen, warum an anderer Stelle keine Flächen für eine Innenentwicklung zur Verfügung stehen. Solche Argumente liegen aus Sicht der Verwaltung aber nicht vor. Das Ingenieurbüro hatte seinen Antrag daraufhin weder bestätigt noch bekräftigt.
Außerdem gab es einen Eigentümerwechsel, und der jetzige Grundstücksbesitzer spricht sich eindeutig gegen eine Bebauung oder Einbeziehung seines Flurstücks aus. Daher ist das Erschließungskonzept nicht mehr realisierbar.
Somit wird wohl auch die im August von einem anderen Grundstückseigentümer beantragte Bebauunsplanaufstellung, um eine Fläche zwischen Quellner- und Brombeerweg in zweiter und evtl. dritter Reihe bebauen zu können, abgelehnt.