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Kinder wollen ihren Schulsozialarbeiter behalten

Samtgemeinde-Bürgermeister Dirk Bostelmann nahm die Unterschriften von den Klassensprechern Laurina und Matteo (hinten) sowie Lena und Pascal entgegen
bim. Tostedt. Besuch von Bürgern im Rathaus zu bekommen, die ihre Anliegen vorbringen, ist Tostedts Samtgemeinde-Bürgermeister Dirk Bostelmann gewohnt. Jetzt nahmen die jüngsten Einwohner ihr demokratisches Recht wahr: die 28 Kinder vom Schülerrat der Grundschule Tostedt. "Wir wollen, dass Herr Golombek bei uns bleibt", erklärte Klassensprecher Pascal. Die Forderung der Mädchen und Jungen, ihren Schulsozialarbeiter zu behalten, untermauern Listen mit ca. 240 Unterschriften der Grundschüler. Denn nur noch bis Ende des Jahres ist die Finanzierung der Stelle gesichert.
"Wir wissen, dass die Samtgemeinde nicht zuständig ist, sondern das Land. Aber der Bürgermeister kann uns unterstützen", so die stv. Schulleiterin Sabine Darboven.
Der Sozialpädagoge Jannik Golombek ist seit Anfang 2013 Schulsozialarbeiter für die Grundschule und jeweils zwei Tage pro Woche am Schul-Standort Poststraße und einen Tag am Schulstandort Dieckhofstraße.
"Einige Kinder kommen traurig zur Schule. Bei all ihren Problemen mit Mitschülern, Eltern oder Lehrern finden sie bei Jannik Golombek ein offenes Ohr. Er fängt die Kinder professionell auf", erläutert Sabine Darboven. Auch, wenn Kinder im Unterricht stören oder sich auf dem Schulhof streiten, ist Jannik Golombeks Einfühlungsvermögen gefragt. Er hilft nicht nur den Kindern, damit sie sich wieder voll auf den Unterricht konzentrieren können, sondern berät außerdem Eltern und Lehrer. "Das wird immer mehr frequentiert", so Sabine Darboven.
Kindgerecht erklärte Dirk Bostelmann den Schülern, dass die Samtgemeinde als Träger der Grundschulen zwar für Reparaturen an den Gebäuden oder Umbauten zuständig ist, die Bezahlung der Lehrer und des Schulsozialarbeiters aber Sache der Landesregierung in Hannover sei. "Die müsste auch Herrn Golombek bezahlen. Das tut sie aber nicht", so Bostelmann. Deshalb habe die Samtgemeinde Jannik Golombek eingestellt. Das Geld hole sie sich von der Bundesregierung aus Bundesmitteln wieder. Doch Bundesmittel stehen dafür bald nicht mehr zur Verfügung.
Wenn das Land wie bisher nicht zahlen wolle, werde er dem Samtgemeinderat vorschlagen, die Finanzierung der Schulsozialarbeiterstelle vorerst zu übernehmen, so Bostelmann. Und er prognostizierte, dass das klappen wird.