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Landtag stellt Weichen für Grundwasserförderung in der Nordheide

(bim/nw). Mit den Stimmen von SPD und Grünen hat der Umweltausschuss des Landtages entscheidende Weichen für die künftige Grundwasserförderung Hamburgs in der Nordheide gestellt. Die maximale durchschnittliche Fördermenge soll auf jährlich 16,1 Millionen Kubikmeter festgeschrieben werden. Ein großer Fortschritt ist nach Meinung der Grünen vor allem die gutachterliche Überprüfung der Grundwasserförderung nach jeweils zehn Jahren. „Wenn sich dabei herausstellt, dass sich entweder die Grundwassermenge verringert hat, es zu ökologischen Schäden oder zu Schäden in der Land- und Forstwirtschaft kommt, wird die Förderung automatisch entsprechend angepasst“, die Lüneburger Grünen-Abgeordnete Miriam Staudte.
Von Seiten der Umweltverbände sei vor allem gefordert worden, die Wassermengen in den Oberläufen der Bäche zu überprüfen. Auch das sei mit der Forderung, die laufenden Beweissicherungen um ein engmaschiges Monitoring der Abflussmengen der Gewässeroberläufe zu erweitern, umgesetzt worden, erklärte der für Naturschutz und Wasserwirtschaft zuständige Grünen-Landtagsabgeordnete Hans-Joachim Janßen.
Außerdem sei die Einrichtung eines Heidewasserfonds verankert worden, aus dem gezielt Maßnahmen zur Erhöhung der Grundwasserneubildung und des Naturschutzes im Fördergebiet finanziert werden sollen. Das Geld soll von den Hamburger Wasserwerken kommen. „Hamburg Wasser muss ein großes Interesse daran haben, dass die Grundwasserneubildung verbessert wird, und das sollten sie sich schon im eigenen Interesse auch etwas kosten lassen“, sagte Hans-Joachim Janßen. Nach Angaben des Grünen-Politikers wären bei Förderung des Wassers auf Hamburger Gebiet jährlich rund 1,2 Millionen Euro höhere Wasserentnahmegebühren zu zahlen. Das sei eine gute Richtgröße für die jährliche Zahlung in den Heidewasserfonds.