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Mahnwachen anlässlich des fünften Jahrestags des Reaktorunglücks in Fukushima

bim. Buchholz/Winsen. Um an das Reaktorunglück im japanischen Fukushima zu erinnern und die Forderung nach einem schnellen Atomausstieg zu untermauern, rufen das Winsener Bündnis für Erneuerbare Energien (BEEW), die Friedensgruppe Nordheide und Greenpeace Buchholz zur Teilnahme an Mahnwachen auf. Diese finden am Freitag, 11. März, um 17 Uhr vor dem Winsener Rathaus und am Montag, 14. März, um 18 Uhr vor dem Buchholzer Veranstaltungszentrum "Empore" statt.
Bundesweit wird rund um den Gedanktag zu ca. 200 Mahnwachen eingeladen. Dort gibt es aktuelle Informationen zur heutigen Situation in Fukushima, zur Energiewende in Deutschland und zum Atomausstieg.
"Das Unglück in Japan hat sehr viel menschliches Leid mit sich gebracht und nicht wieder gut zu machende Schäden für die Umwelt", sagt Wilfried Staake vom BEEW. "Wir sollten darum alles daran setzen, dass der Atomausstieg in Deutschland noch schneller vor sich geht als bisher geplant". Auch hierzulande bestehe die Gefahr technischer Defekte und menschlichen Versagens, ist das Bündnis überzeugt. Atomkraft sei nicht sicher beherrschbar, wie die Unglücke der Vergangenheit immer wieder zeigten.
In Japan gebe es keinen Plan, wie man der Lage Herr werden will. Täglich würden mehrere hundert Tonnen Wasser in die drei explodierten Reaktoren gepumpt, um sie notdürftig zu kühlen. Dieses verstrahlte Wasser könne nicht vollständig aufgefangen und gelagert werden. Es gelange dann ins Meer und sei inzwischen schon an der Westküste der USA nachweisbar, hätten Atomexperten von Greenpeace herausgefunden.
Derzeit seien in Japan noch immer rund 160.000 Menschen rund um Fukushima
in Notunterkünften untergebracht. Ob diese ohne Gesundheitsgefahren in absehbarer
Zeit in ihre Häuser zurückkehren können, sei zweifelhaft. In Tschernobyl
sei wegen der Gesundheitsgefahren in den vergangenen 29 Jahren niemand in
die Sperrzone zurückgekehrt.
Das Bündnis sieht in Deutschland gute Chancen für einen Umstieg auf Erneuerbare
Energien. Inzwischen sei deren Anteil schon auf etwa ein Drittel der Stromerzeugung angestiegen.