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Neue Bleibe für die Landjugend Wistedt

Der Zuhörerraum im Rathaus-Sitzungsraum war bestens gefüllt, darunter auch zahlreiche Mitglieder der Landjugend Wistedt

Fachausschuss erhielt Applaus für sein einstimmiges Votum für eine Containeranlage

bim. Tostedt. Die Landjugend Wistedt soll eine 40 Quadratmeter große Containeranlage zuzüglich eines WC-Bereiches bekommen, weil ihr bisheriger Versammlungsraum im sogenannten "Kühlhaus" in der Straße Am Sportplatz vom Eigentümer verkauft wird. Rund 50.000 Euro will sich die Samtgemeinde Tostedt die Anschaffung kosten lassen, damit die Zukunft der Landjugend gesichert ist. Dass der Jugendausschuss dem Ansinnen einhellig zustimmte, quittierten die zahlreichen Anwesenden der Landjugend im Rathaus-Sitzungsraum mit Applaus.
Die rund 55 Mitglieder zählende Landjugend Wistedt leistet mit der Organisation von Stoppelfeldrennen, Osterfeuern und Herbstfeten einen entscheidenden Beitrag zur Jugendarbeit im Dorf.
"Wenn eine Jugendgruppe gut funktioniert, ist es unsere Pflicht, für Räumlichkeiten zu sorgen", so Anette Randt (CDU). Sie fragte aber auch, wie dann mit anderen Landjugend- oder Jugendgruppen umzugehen sei. Samtgemeinde-Bürgermeister Dirk Bostelmann wies darauf hin, dass etwa den Jugendlichen in Todtshorn das Dorfgemeinschaftshaus und denen in Heidenau der Schulkeller zur Verfügung stehen. "Wenn weitere Bedarfe entstehen, werden wir das im Samtgemeinderat behandeln", sagte er.
Auch Peter Johannsen (SPD) lobte die seit Jahrzehnten gut funktionierende, selbstverwaltete Jugendarbeit in Wistedt.
Leichte Misstöne kamen auf, als Grünen-Ratsfrau Birgit Lohmann fragte, inwieweit die Landjugend bereit sei, mit der Resofabrik als Träger der Jugendarbeit in der Samtgemeinde zusammenzuarbeiten und die Container eventuell auch anderen Gruppen zur Verfügung zu stellen. Das wurde von einigen Landjugend-Mitgliedern und Ausschussmitgliedern als Einmischung empfunden. "Wir haben 35 Jahre autark gearbeitet", betonte ein Mitglied.
"Verwaltungsseitig ist keine Verzahnung zwischen Jugendpflege und Landjugend vorgesehen", beruhigte Bostelmann. Einen Bedarf für eine Nutzung der Container von Gruppen außerhalb Wistedts sieht er nicht.
Die Containeranlage soll an der Zuwegung Tannengrund neben einer Scheune aufgestellt werden. Nachbarschaftliche Konflikte mit der Grundschule sind nach Ansicht von Dirk Bostelmann nicht zu erwarten. Wenn der Rat am 4. März über den Kauf der Containeranlage entscheiden sollte, würde mit Schule und Schulelternrat gesprochen.