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Neue Sanierungskonzepte fürs Tostedter Freibad vorgestellt

Das Konzept der Polyplan GmbH (Foto: Polyplan GmbH)
bim. Tostedt. Neubau- bzw. Sanierungskonzepte für das Tostedter Freibad stellten drei Planungsbüros im jüngsten Bauausschuss der Samtgemeinde vor: die Polyplan GmbH aus Bremen, die mit der ortsansässigen Architektengruppe Voß zusammenarbeitet, ein kombiniertes Konzept mit biologischer und konventioneller Wasseraufbereitung, die Planungsgruppe Hildesheim (PGH) ein Konzept mit konventioneller Wasseraufbereitung und die Eko-Plant GmbH aus Neu-Eichenberg ein Konzept mit biologischer Wasseraufbereitung. Allen gemein ist, dass die Realisierung nicht mehr als drei Millionen Euro kosten darf.
• „Wie sieht mein Bedarf aus? Was wird im Einzugsgebiet nicht abgedeckt?“, seien Fragen, die sich die Samtgemeinde für ihr Bad stellen sollte, so Stefan Bruns von Polyplan. Dieses Konzept sieht zwei „schwimmende Becken“ (die Becken kommen auf eine verdichtete Schicht auf die bestehende Sohle ohne eigenes Fundament) mit flexibler Überlaufrinne vor. Bei diesem Entwurf gibt es ein erhöhtes, abtrennbares Sportbecken mit 25-Meter-Bahn, das mit Startblöcken ausgestattet werden kann, mit konventioneller Chlor-Klärung sowie einen Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich und ein Planschbecken mit Sandstrand, die als Natur- und Erlebnisbad betrieben werden. Zur Attraktivität könnten z.B. mobile, aufblasbare Inseln und Wasserspiele beitragen.
• Jörg Stachel von der PGH, die vor fünf Jahren die Heizungsanlage im Tostedter Freibad saniert hat, setzt auf eine Pfahlgründung, sodass das Becken keine Setzungen oder Risse bekommt. Das bestehende Becken soll erhalten und als Baugrube genutzt werden, in das ein ähnliches Becken eingesetzt wird. Sprung- und Bahnbereich könnten abtrassiert werden. Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich sollen durch eine Wand getrennt werden, der Nichtschwimmerbereich könnte etwa durch eine Breitrutsche erweitert werden. Bei diesem Entwurf gebe es einen hochliegenden Beckenkopf mit drei Stufen zum Becken. Außerdem gibt es ein Sonnendeck. Der Kleinkindbereich solle aktives Spielen und Wassererleben ermöglichen, denn: „Das Kleinkind von morgen ist der Schwimmer von übermorgen“, so Stachel.
• Auch Carsten Lorf von Eko-Plant warb für die Nutzung des Bestandes mit einer Becken-in-Becken-Lösung. Es soll vier 25-Meter-Bahnen geben mit Sprungblöcken. Unter anderem eine Lagune mit Strandkörben soll die Aufenthaltsqualität verbessern, das Familienbad betont werden. Da die Sprunggrube derzeit 30 Zentimeter zu flach sei, schlug er statt des Sprungbretts einen aufblasbaren Kletterturm vor. Außerdem soll es eine 15 Meter lange Breitrutsche geben, die allerdings nicht im Becken mündet.
Auf bis zu 23 Grad dürfe ein Naturerlebnisbad beheizt werden, so Lorf. Die Reinigung finde nahezu ausschließlich im Filter mit Schottersteinen statt. Das Becken werde täglich bis zu fünf Mal, das Planschbecken bis zu 20 Mal umgepumpt.
Die Konzepte werden nun in den Fraktionen beraten und in der nächsten Fachausschuss-Sitzung Anfang November diskutiert.