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Niedersächsisches Wolfskonzept wird fortgeschrieben

(bim). Schutz für Wild- und Nutztiere, mehr Unterstützung für Weidetierhalter, Vorort-Beratung und mehr Fördermaßnahmen für Prävention sollen mit der Fortschreibung des 2010 aufgelegten niedersächsischen Wolfskonzeptes erreicht werden, das Umweltminister Stefan Wenzel jetzt vorgestellt hat. Auf 59 Seiten ist darin die Arbeitsgrundlage für das Wolfsmanagement formuliert, mit der der Entwicklung der Wolfspopulation und dadurch auftretender Verände­rungen angemessen und nach Bedarf Rechnung getragen werden soll.
Das Konzept wurde von Experten des Umweltministeriums und des Wolfsbüros des Nieder­sächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in enger Abstimmung mit den im Arbeitskreis Wolf zusammengeschlossenen Wolfsberatern, Verbandsvertretern, der Landesjägerschaft Niedersachsen und anderen Fachleuten erar­beitet.
Die Ziele sind: Die Einhaltung von Recht und Gesetz beim Artenschutz, das möglichst konfliktarme Nebeneinander von Mensch und Wolf, die nachhaltige Unterstützung von Landwirten, die Weidehaltung oder Landschaftspflege betreiben, und die verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung. "Bei allen Maßnahmen des niedersächsischen Wolfsmanagements steht die Sicherheit der Menschen an oberster Stelle", sagte Wenzel. Die in Niedersachsen bislang erst- und ein­malig durchgeführte Entnahme eines Wolfs unterstreiche, dass das Umweltministerium im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten entschlossen ist, einen Wolf im Einzelfall auch töten zu lassen, wenn eine konkrete Gefahr von diesem ausgeht.