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"Pferdeparadies" fürs Ferienzentrum Heidenau

Nina Martinez mit den Pferden "Orbi" (li.) und "Tommy" auf der Weide, auf der in Kürze Reithalle und -platz sowie die Boxen entstehen sollen
bim. Heidenau. "Die Reitanlage war schon immer unser Traum. Das wird unser Pferdeparadies", schwärmt Nina Martinez vom Ferienzentrum Heidenau. Die 70 Hektar große Ferienanlage mit ganzjährigen Stellplätzen für Mobilheime, Reisemobile, Caravans und Zelte wurde 1975 von ihren Großeltern Robert und Erica Hoffmann gegründet und wird nun von ihren Eltern Nadja und Erik Abel geleitet. Dort sollen auf einer 8.000 Quadratmeter großen Weide zwischen zwei kleinen Wäldchen eine 55 mal 27 Meter große Reithalle mit Unterbringungsmöglichkeiten für 20 Pferde, ein 20 mal 40 Meter großer Außenreitplatz und ein Longierzirkel entstehen. Dafür muss der Flächennutzungsplan geändert werden.
Mit der Reitanlage soll das touristische Angebot erweitert, Reitunterricht angeboten und Interessierten Urlaub mit Pferden ermöglicht werden.
Mit der Unteren Naturschutzbehörde und der Regionalplanung habe es bereits Vorabstimmungen gegeben, berichtete Planer Gerd Kruse vom Büro Elbberg aus Hamburg im Fachausschuss. "Die Gemeinde begleitet das Projekt positiv. Bei einer Begehung hat es keine Widerstände von den für die Entscheidung Zuständigen gegeben", informierte Heidenaus Bürgermeister Reinhard Riepshoff (Grüne), der auch Ausschussmitglied ist. "Das Ferienzentrum ist seit Jahrzehnten eine feste Größe für unseren Ort. Die Bevölkerung konnte immer an allen Angeboten und Aktivitäten teilhaben", so Riepshoff. Der Gemeinderat Heidenau hat bereits die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Sondergebiet Zweckbestimmung "Ferienzentrum Reiterhof" beschlossen.
Da es sich bei dieser nun um die zehnte Flächennutzungsplanänderung handelt, wollte Burkhard Allwardt (fraktionslos) wissen, ob die Gemeinde Heidenau auch ein Entwicklungskonzept habe. Das liegt zwar nicht vor. Er wurde aber von Riepshoff und Bauamtsleiter Axel Seute darauf hingewiesen, dass es sich bei den bisherigen überwiegend um Änderungen zugunsten von erneuerbaren Energien wie Windkraft und Biogas und nicht um (Wohn-)Bauflächen handele. Die Kosten der Planung trägt der Betreiber des Ferienzentrums Heidenau, dazu wird ein städtebaulicher Vertrag erarbeitet.
Der Reitbetrieb wird später von den Schwestern Nina Martinez und Anika Molzahn geleitet, die auch ihre eigenen Pferde in den Boxen unterbringen werden. Reitkurse und -unterricht sollen das Angebot abrunden. "Auch aus der Umgebung gibt es bereits Interesse an Einstellplätzen. Der Bedarf ist vorhanden", sagt Nina Martinez. Das idyllische Gelände rund um das Ferienzentrum eigne sich außerdem für Ausritte.
Der Umwelt-, Bau- und Planungsausschuss der Samtgemeinde Tostedt befürwortete einstimmig die Änderung des Flächennutzungsplanes sowie die frühzeitige Beteiligung der Bürger und Behörden. Mit dem Thema befasst sich der Samtgemeinderat in seiner Sitzung am 14. Juni.