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Rätsel um den Moschee-Bau in Tostedt als Journalismus-Fake ist gelöst

Screenshot einer Szene aus dem ZDF-Beitrag: Das Trio, darunter ein als Imam verkleideter Schauspieler, auf dem Tostedter Wochenmarkt
bim. Tostedt. Das Rätsel um den vermeintlichen Moschee-Bau in Tostedt ist gelöst: Der entsprechende Fernseh-Beitrag lief am Dienstag der Vorwoche im ZDF unter dem Titel "Wie viel Islam verträgt Deutschland?"
Wie berichtet, hatte eine TV-Produktionsfirma Ende September einen Pkw-Anhänger mit einem Plakat unweit einer Tostedter Asylbewerberunterkunft geparkt. „Eine Bereicherung für Ihre Stadt. Die Yeni Sultan Selim Moschee“ stand darauf. Gleichzeitig wurde angeblich nach einem ca. 900 Quadratmeter Grundstück für den Moschee-Bau gesucht, als Ansprechpartner Imam Ahmet Demir genannt. Die Aktion hatte die Rathausmannschaft zum sofortigen Handeln gezwungen, diese Art des fragwürdigen Journalismus viele Tostedter verärgert.
Der TV-Beitrag startet mit Infos zu den Terroranschlägen in Paris vom 13. November. Dann geht es u.a. um diese Fragen: "Was bedeutet Terror für Muslime in Deutschland?", "Wenn in der Nachbarschaft eine Moschee gebaut wird: Wie tolerant sind wir wirklich gegenüber einem Glauben, in dessen Namen Fanatiker morden?"
Als es um die entsprechende Umfrage in den sogenannten Testgebieten, u.a. in Hamburg und in der "Provinz Tostedt" geht, wird zumindest darauf hingewiesen, dass diese Umfrage lange vor den Anschlägen von Paris gemacht wurde.
Ein Trio, darunter ein als Imam verkleideter Schauspieler, testen die "Toleranz in Stadt und Land, in West und Ost". Die drei Männer befragten Tostedter, u.a. auf dem Wochenmarkt, in der Bahnhofstraße und vor dem Jugendzentrum, nach ihrer Meinung zu einem Moschee-Bau. Die gezeigten Reaktionen waren durchweg positiv. Lediglich in einem Online-Netzwerk der Rechten tobte die Hetze, wozu auch Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam interviewt wurde.
Die Mehrheit der Tostedter hat also bewiesen, dass sie mit dem "braunen Sumpf", auf den der Ort häufig reduziert wird, nichts mehr zu tun haben.