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Schock in Tostedt: Freibadsanierung wird 300.000 Euro teurer

Die Sanierung des Tostedter Freibades wird 300.000 Euro teurer
bim. Tostedt. Das ist mehr als ärgerlich: Die Sanierung des Tostedter Freibades wird 300.000 Euro teurer. Darüber informierte Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam auf eine Anfrage der CDU-/WG-/FDP-Gruppe in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung. Der Grund: Für die Gründung des Beckens auf dem problematischen Untergrund mit der Torflinse müssen statt 68 nun 100 Pfähle statt acht Meter nun 15 Meter tief gesetzt werden.
Herbert Busch (CDU), seit jeher ein Gegner des Freibades am jetzigen Standort, sah sich bestätigt. „Obwohl noch kein Bagger angerollt ist, gibt es diese Kostensteigerung“, kritisiert er.
Bereits im März vergangenen Jahres hatte Wolfgang Zahn (CDU) angezweifelt, ob das damals noch von einem anderen Planer vorgeschlagene Gründungsverfahren fürs Becken geeignet ist. Er hatte einen Kollegen gebeten, sich das Baugrundachten anzuschauen. Dessen Aussagen zufolge waren nicht genügend Bohrungen vorgenommen und nicht tief genug gebohrt worden. Diese Befürchtungen haben sich offenbar durch zwei aktuelle Bohrungen bestätigt.
Mit diesen Mehrkosten sind die von einer Arbeitsgruppe aus Politik, Verwaltung, DLRG und Freibadförderverein erarbeiteten Einsparungen in Höhe von 350.000 Euro fast wieder weg. Dennoch, so betonte Dörsam, bleibe die Sanierung unter den veranschlagten drei Millionen Euro.
• Bei der Gegenstimme von Burkhard Allwardt befürwortete der Ausschuss, nach der Freibad-Sanierung Eintritt zu erheben.
Weiterhin informierte Dörsam, dass der Bauantrag für die Bad-Erneuerung Mitte August gestellt wurde, aber noch nicht genehmigt ist. Die Planungsgruppe Hildesheim geht laut Dörsam davon aus, dass das Freibad bis zur nächsten Saison saniert sein könnte.
• Apropos Freibadförderverein: Wie mehrfach berichtet, will der vierköpfige Vorstand geschlossen zurücktreten. Jasmin Kramer, Jennifer Felkner, Danny Artelt und Monique Kage wollten das schon in der außerordentlichen Mitgliederversammlung im August hinter sich bringen. Doch das wurde durch einen Formfehler verhindert, weil die Tagesordnung den Mitgliedern nicht zwei Wochen vor der Versammlung zugesandt worden war.
Wie oder ob es mit dem Verein weitergeht, soll nun in einer weiteren außerordentlichen Mitgliederversammlung am Sonntag, 18. September, um 19 Uhr im Rathaus-Sitzungsraum entschieden werden.
Wie berichtet, möchte der bisherige Vorstand den Verein auflösen, da er das Vereinsziel, das Freibad zu retten, erreicht sieht. Dem entgegen steht die Kandidatur von Uwe Rosenow, Nadja Weippert und Ernst Riebandt als neuer Vorstand, die den Verein - auch unter anderem Namen - weiter führen wollen.