Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Städte- und Gemeindebund fordert im Kindertagesstätten-Tarifkonflikt Verhandlungen nach Augenmaß

(bim). Im Kindertagesstätten-Tarifstreit hat die Gewerkschaft Ver.di das Schlichtungsangebot, das ein Gehaltsplus zwischen 2 und 4,5 Prozent vor sah, abgelehnt. Ver.di-Chef Frank Bsirske schließt weitere Streiks nicht aus. Das kritisiert jetzt der niedersächsische Städte- und Gemeindebund.
"Der Schlichterspruch geht bei vielen Städten und Gemeinden bereits an die Schmerzgrenze", erklärte der Geschäftsführer des niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, Berthold Ernst. "Bei allem Verständnis für die wichtigen Aufgaben, die in den Kitas geleistet werden, das Gehalt der Erzieherinnen und Erzieher ist sehr ordentlich und muss über die Gebühren von den Eltern mitbezahlt werden. Wir hoffen auf weitere Verhandlungen mit Augenmaß. Streiks, die zu Lasten der Eltern und Kinder gehen, brauchen wir auf keinen Fall. Hiermit schaden sich auch die Erzieher", so Ernst.
Der Sozial- und Erziehungsdienst nimmt nach Ansicht des Städte- und Gemeindebundes im Gehaltsgefüge des öffentlichen Dienstes bereits eine angemessene Stellung ein. Die Gehaltssteigerungen im Sozial- und Erziehungsdienst wären in den vergangenen Jahren höher als die bei den anderen Beschäftigten im öffentlichen Dienst gewesen. Das Durchschnittsgehalt von Erziehern betrage in Deutschland 2.556 Euro bei einer 39 Stundenwoche. In kommunalen Kindertageseinrichtungen würden bereits jetzt die höchsten Löhne im Sozial- und Erziehungsdienst, auch im Vergleich zu anderen Trägern, gezahlt, erklärt Ernst.