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Suedlink - neue Trassenkorridore werden gesucht / Erdverkabelung nicht mehr tabu

(bim). Beim Bau der Gleichstromtrasse „Suedlink“, die ab 2022 Windstrom aus dem Norden nach Bayern transportieren soll, muss Netzbetreiber Tennet neu planen. Denn die Regierungsparteien CDU, CSU und SPD räumen der zuvor ausgeschlossenen weil teureren Erdverkabelung jetzt den Vorrang gegenüber Freileitungen ein. Darüber hat Tennet die Kommunen in einem Rundbrief informiert.
Wie mehrfach berichtet, gab es zuvor Widerstände aus den Landkreisen Harburg und Stade, weil die großen Überlandleitungen u.a. das Landschaftsbild beeinträchtigt hätten. Die Erdverkabelung dürfte in der Bevölkerung zu einer deutlich größeren Akzeptanz führen, die für den für die "Energiewende" notwendigen Netzausbau unerlässlich ist.
Weiterer Kritikpunkt war, dass die von Alternativtrassen betroffenen Kommunen zunächst gar nicht in den Beteiligungsprozess, den sogenannten Bürgerdialog, einbezogen waren. Die Alternativtrassen waren nicht fachlich hergeleitet, sondern sie beruhten auf Vorschlägen von Bürgern entlang der Vorzugstrasse.
Die Bundesnetzagentur hatte dieses Vorgehen zurückgewiesen und Tennet aufgefordert, die Alternativtrassen mit den gleichen fachlichen Methoden wie die Vorzugstrasse zu ermitteln.