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Verkehrsentlastung und Schuldenabbau / Jahresrück- und -ausblick von Tostedts Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam

So könnte der Kreisverkehr aussehen, der an der Kreuzung B75 -Todtglüsinger Straße - Buxtehuder Straße entstehen soll (Foto: Dörsam / Repro: MSR)
 
Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam
bim. Tostedt. Weitreichende politische Entscheidungen wurden im vergangenen Jahr in der Samtgemeinde Tostedt getroffen - vom Freibad über die Grundschule Todtglüsingen bis zu Wohnbebauung. Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam blickt zurück und gibt einen Ausblick auf 2017.
Bebauung:
Es gibt in der Samtgemeinde Tostedt weiterhin eine starke Nachfrage nach Wohn- und Gewerbegrundstücken. Im Bereich der Wohngrundstücke wurden im Jahr 2016 insbesondere in der Gemeinde Tostedt die Weichen für neue Wohnungen und Häuser gestellt. So sollen allein nahe am Bahnhof und an der Niedersachsenstraße zusammen ca. 140 Wohnungen entstehen. Als Neubaugebiet wird die Gartenstadt Heidloh bis zum Dohrener Weg erweitert. Es ist geplant, Mitte des Jahres 2017 einen abgestimmten Vorentwurf den politischen Gremien vorzustellen. Wie in den bisherigen Bauabschnitten auch sollen Grundstücke für Einzelhäuser, Reihenhäuser und Mehrfamilienhäuser angeboten werden.
Straßenbau:
Der Straßenbau war 2016 in der Gemeinde Tostedt von der Fertigstellung der Bauarbeiten im Quartier Quellner Weg geprägt. Aktuell wurden die Vorplanungen für einen Kreisverkehr an der Kreuzung B 75 -Todtglüsinger Straße - Buxtehuder Straße in Auftrag gegeben. Die Samtgemeinde hat die Gemeindeverbindungsstraße von Heidenau nach Vaerloh auf einer Länge von 4,4 km saniert. Mit Kosten von ca. 656.000 Euro wurden die geplanten Ausgaben von 700.000 Euro deutlich unterschritten, und schon hierbei handelte es sich um eine kostenoptimierte Ausbauversion.
In 2017 ist die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße 14 zwischen Königsmoor und Dreihausen auf einem Abschnitt von 2,2 km geplant. Um einen umfangreichen Bodenaustausch aufgrund des moorigen Untergrundes zu vermeiden, soll, wie bereits im Jahr 2015 bei der Schulstraße in Königsmoor, eine kostengünstige Tränkdecke eingebaut werden.
Hochbau:
Im Bereich der Hochbauvorhaben war das Jahr 2016 sowohl von der Fertigstellung als auch von dem Beginn zahlreicher Projekte geprägt. Fertiggestellt wurden sowohl der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Otter als auch der zweite Abschnitt der Grundschule an der Poststraße im Bereich der Außenanlagen. Baubeginn war für die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Wistedt. Für den Neubau des Freibades und den Anbau und die Sanierung der Schule in Todtglüsingen wurden genehmigungsfähige Bauantragsunterlagen erarbeitet und eingereicht. Die Baugenehmigungen stehen noch aus. Für den Anbau einer Krippengruppe beim Kindergarten in Handeloh wurde ein Architekturbüro mit den Planungen beauftragt.
Schulden:
Nachdem bereits 2015 ein leichter Rückgang der Verschuldung der Samtgemeinde auf zehn Millionen Euro erreicht wurde, konnte dieser Trend 2016 fortgeschrieben werden, so dass die Verschuldung Ende 2016 bei 9,5 Millionen Euro liegt. Der vor zwei Jahren aufgestellte Haushaltsplan für 2015/2016 sah für Ende 2016 noch eine Verschuldung von 20,5 Millionen Euro vor. Der große Unterschied erklärt sich teils durch sparsames und wirtschaftliches Handeln, teils aber auch durch zeitliche Verschiebungen bei zwei wichtigen Bauprojekten, dem Freibad und der Schule in Todtglüsingen, die zusammen knapp sieben Millionen Euro kosten werden. Beide Bauvorhaben hätten eigentlich schon 2016 beginnen sollen, können aber erst in 2017 nach der Erteilung der Baugenehmigung starten. Diese großen Investitionen werden sich nicht ohne die Aufnahme neuer Schulden bewältigen lassen, allerdings ist schon jetzt absehbar, dass die Verschuldung längst nicht bis auf 23 Millionen Euro ansteigen wird, wie es noch in der vor zwei Jahren aufgestellten Haushaltsplanung nach Abschluss dieser Projekte vorgesehen war.
Verkehr:
Kurz vor Beginn des neuen Jahres wurde die Behelfsbrücke der B 3 bei Sprötze fertiggestellt, damit ist endlich die Umleitung des Schwerlastverkehrs durch das Ortszentrum von Tostedt beendet.
Im Rahmen der Planungen für den neuen Bundesverkehrswegeplan sollte die Umgehungsstraße für Tostedt herabgestuft werden und das Planungsrecht verlieren. Dagegen hat sich die Samtgemeinde Tostedt erfolgreich gewehrt. Allerdings ist es auch so noch ein weiter Weg, bis in Tostedt eine Umgehungsstraße realisiert werden kann.
Besonders erfreulich ist, dass voraussichtlich ab der Saison 2017 der Heide-Shuttle ab dem Bahnhof in Tostedt fahren wird. Damit wird es von Mitte Juli bis Mitte Oktober eine direkte Busverbindung von Tostedt in die Heide geben.
In Abstimmung mit dem Landkreis Harburg wird 2017 ein Teilstück des Radfernwegs Hamburg-Bremen in der Gemeinde Heidenau umgelegt. Die Route führt dann direkt durch den Ort und den Hochzeitswald. Hierzu wird die Samtgemeinde Tostedt auf einer Länge von ca. 370 m vorhandene Wanderwege für die komfortable Nutzung durch Fahrräder herrichten.
Ehrenamt:
Auch in 2016 gab es in der Samtgemeinde Tostedt ein anhaltend großes ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingshilfe. Viel Positives hat sich entwickelt, aber es gab auch schlimme Ereignisse, wie den Brand in den Unterkünften in Otter und in der Todtglüsinger Straße sowie jüngst die Verhaftung eines mutmaßlichen IS-Terroristen.
Wahlen:
Bei den Kommunalwahlen im September 2016 haben alle angetretenen Parteien, Wählergemeinschaften oder Einzelbewerber in den entsprechenden Räten, für die kandidiert wurde, auch mindestens einen Sitz erhalten. Mit der Konstituierung der neuen Räte im November nahmen viele neue Ratsmitglieder ihre Arbeit auf, wenngleich die Meisten schon länger dabei sind und ihre Erfahrung weiterhin mit einbringen können. Bei den ehrenamtlichen Bürgermeistern der Gliedgemeinden wurden in sieben Gemeinden die bisherigen Bürgermeister wiedergewählt. Neu gewählt wurden Birgit Horstmann in Otter und Sven Bauer in Wistedt.
Internet:
Weiter ausgebaut wurden die interaktiven Angebote im Internet. Neben den Bürgertipps, dem interaktiven Haushaltsplänen und den verschiedenen Newslettern gibt es jetzt auch einen Kindergartengebührenrechner und der Bereich Kommunalpolitik online wurde mit dem neueingeführten Ratsinformationssystem deutlich verbessert.