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Wasserrettungszug des Landkreises Harburg im Einsatz in der größten Flüchtlings-Norunterkunft in Oerbke

Ein Teil des Wasserrettungszuges des Landkreises Harburg auf dem Kasernengelände (Foto: DLRG)
bim. Oerbke. Der Strom der Flüchtlinge, die über die sogenannte Balkan-Route nach Deutschland kommen, stellt auch die Helfer in Oerbke im Heidekreis vor große Herausforderungen. Dort ist auf einem ehemaligen NATO-Kasernengelände eine Notunterkunft entstanden, in der über 1.000 Flüchtlinge eine vorübergehende Bleibe gefunden haben. Es ist die derzeit größte Notunterkunft in Niedersachsen. Rund 40 Mitglieder des Wasserrettungszuges des Landkreises Harburg von den Deutschen Lebensrettungsgesellschaften (DLRG) aus Buchholz, Seevetal, Neu Wulmstorf, Tostedt, Winsen und der Elbmarsch sind vor Ort und regeln gemeinsam mit den Johannitern und dem Technischen Hilfswerk (THW) Aufnahme und Versorgung.
Eine von den Helfern ist Margret Holste von der DLRG Tostedt. "Wir waren bereits seit Freitagabend der Vorwoche im Vor-Alarm. Seit Dienstagmorgen sind wir hier, sorgen für Ordnung und Sicherheit. Wir übernehmen u.a. die Einlass-Koordination zur Kleiderkammer und vermitteln Dolmetscher. Viele DLRG-Mitglieder sind Rettungsassistenten, die die Aufnahme und Rund-um-die-Uhr-Versorgung im Sanitätsbereich sicherstellen", erzählt Margret Holste. 400 Flüchtlinge seien allein Dienstagabend neu eingetroffen.
Die Flüchtlinge, die sie trifft, seien sehr nett. "Man merkt ihnen die Dankbarkeit an. Es gibt hier auch eine Spielstube für Kinder. Es ist schön, sie beim Malen oder beim Spiel mit einem Holz-Puzzle zu sehen. Das ist fast ein Stück Normalität. Groß war die Freude, als die Kinder Seifenblasen geschenkt bekamen", sagt sie.
Auch viele Freiwillige würden spontan in dem Lager vorbeischauen und Hilfe anbieten. "Sie dolmetschen dann einfach mal für zwei Stunden in Sprachen, die ich noch nie gehört habe, etwa Farsi oder Urdu", berichtet Margret Holste.
Sie und ihre Kollegen waren bis gestrigen Freitag im Einsatz und wurden durch weitere Ehrenamtliche ersetzt.
Dass die DLRG mannstark vor Ort helfen kann, ist nicht selbstverständlich. Die Arbeitgeber haben die Retter freigestellt, den Lohnausgleich zahlt das Land Niedersachsen. Dafür bedankt sich Zugführer Dirk Westermann ausdrücklich.