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Y-Trasse: "Betroffene am Prozess beteiligen" - Landtagsabgeordneter Schönecke kritisiert Minister Lies

(bim/nw). "Wenn der Minister und die Deutsche Bahn das Fass Y-Trasse wieder aufmachen müssen, ist selbstverständlich eine sofortige Beteiligung der Bürger und der beteiligten Kommunen zu begrüßen. Derzeit klappt es aber weder mit der zügigen Umsetzung des Dialogprozesses noch mit der umfassenden Einbindung der Beteiligten", kritisiert der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Heiner Schönecke (68).
Nach über 25 Jahren der Planung und der raumordnerischen Feststellung soll die Y-Trasse neu entworfen werden. Die Alternativen sind seit März bekannt und werden in den betroffenen Kommunen und in Bürgerinitiativen diskutiert.
Der von Verkehrsminister Olaf Lies (47, SPD) im Juli angekündigte „Dialogprozess Y-Trasse“ sollte bereits im Oktober starten. Jetzt habe Lies den Beginn mit der Begründung „Gründlichkeit vor Eile“ auf das nächste Jahr verschoben. Schöneckes Ansicht nach liegt die Verschiebung daran, dass der Minister auf keinen Fall eine Entscheidung vor der nächsten Landtagswahl möchte. „Das ist Entscheidungsschwäche und scharf zu kritisieren“, so Schönecke.
Ob letztlich die alte Y-Trasse verwirklicht wird, oder ob es eine neue Variante gibt, der gesamte Verkehr müsse durch den Landkreis Harburg. Daher sei die Niedersächsische Landesregierung gut beraten, wenn alle betroffenen Kommunen in diesen Dialogprozess einbezogen werden. Dazu gehören neben dem Landrat die direkt gewählten Bürgermeister aus Seevetal, Stelle, Winsen, Jesteburg, Buchholz, Tostedt, Rosengarten, Hanstedt und Salzhausen.