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Die "Eiszeit unter den Füßen": Führung durch den Findlingspark in Todtglüsingen

Wann? 17.09.2017 10:00 Uhr bis 17.09.2017 16:00 Uhr

Wo? Findlingspark Todtglüsingen, Auf dem Roten Felde 12, 21255 Tostedt DE
Werben für den Besuch des Findlingsparks (v. li.): Bernhard Rybicki und Elke Figaj von der Arbeitsgruppe "Kristalline Geschiebe" sowie Irene Vorwerk und Lilian Bormann von der Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung
Tostedt: Findlingspark Todtglüsingen | bim. Todtglüsingen. Mit dieser Resonanz hatten Bernhard Rybiki, Elke Figaj und ihre Mitstreiter von der Arbeitsgruppe "Kristalline Geschiebe" nicht gerechnet: Sie hatten im vergangenen Jahr anlässlich des "Tags des Geotops" erstmals zum Besuch des Findlingsgartens in Todtglüsingen eingeladen und wurden von dem großen Besucherandrang völlig überrascht. Daher gibt es eine Neuauflage: Interessierte sind am kommenden Sonntag, 17. September, von 10 bis 16 Uhr im Findlingspark in der Verlängerung der Straße Auf dem Roten Felde willkommen, um sich von Mitgliedern der Gesellschaft für Geschiebekunde über die "alten Schweden" informieren zu lassen.
Initiiert wurde der im Sommer 2003 eröffnete Park von der Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung. "Die schönen und besonderen Steine brachte mein Mann mit in eine Sandkuhle. Die kamen dann in den Findlingspark", berichtet Irene Vorwerk. Denn Unternehmer Friedrich Vorwerk (†) ließ die Findlinge, die er bei Tiefbauarbeiten entdeckte, bergen und nach Todtglüsingen bringen, um sie für die Nachwelt zu erhalten. Von Professor Roland Vinx vom Fachbereich Geowissenschaften der Universität Hamburg wurden die "Brocken" so wie in der durch die Eiszeit gestalteten Landschaft angeordnet. "Das anscheinend wirre Durcheinander von bis zu 20 Tonnen schweren und kleineren Gesteinen ist dabei durchaus gewollt, vermittelt es doch anschaulich die landschaftsprägenden Verhältnisse, wie sie die skandinavischen Gletscher vor etwa 10.000 Jahren bei uns hinterlassen haben, als sie in einem immer wärmer werdenden Klima schmolzen und ihre riesige Fracht aus Sanden und Gesteinen in unseren Regionen abluden", erläutert Bernhard Rybicki.
Von manchen der Steine dort kenne man ihre Herkunft mit Transportwegen von 1.000 Kilometern. Von anderen könne man erfahren, wie tief sie einmal in der Erde steckten. "Andere geben Auskunft über ihr Alter, das mit bis zu zwei Milliarden Jahren nahezu das halbe Erdenalter erreicht", so Rybicki.
Die Teilnehmer dürfen sich also auf interessante Ausführungen der Hobby-Geologen freuen.