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"Judas"-Aufführungen gehen der Frage nach: „Ist Jesus oder Judas für uns gestorben?“

Hartmut Lange spielt den Judas (Foto: Marc Dobkowitz)
(bim). Mit dem Theaterstück "Judas" tourt Schauspieler Hartmut Lange derzeit auch durch die Landkreise Harburg und Stade. Die flämische Autorin Lot Vekemans bietet der "Ikone des Verrats" in diesem Monodrama ein Plenum.
In dem Stück erscheint Judas in unserer Gegenwart, um seine Geschichte zu erzählen, nicht um seinen Namen reinzuwaschen, denn der steht ohnehin unauslöschbar für Verrat. Ist es der Versuch eines Schuldbekenntnisses oder der Rechtfertigung? Was waren die Gründe, die hinter seinem Tun standen? Wie wäre die folgenreichste Geschichte des christlichen Abendlandes weitergegangen, wenn er Jesus nicht verraten hätte?
Der Text ist Augenzeugenbericht, Verteidigungsrede und Eingeständnis. Lot Vekemans lässt Judas über seine Wut, seine Enttäuschung und seine Sehnsüchte reden, ohne die Verantwortlichkeit seines Handelns zu leugnen.
In den Dramen von Lot Vekemans geht es immer um existenzielle Themen. Sie gibt Figuren das Wort, die in der Historie immer zu kurz gekommen sind und zeigt sie jenseits einer Wertung in Gut und Böse. In diesem Drama stellt sie die höchst provokante Frage: „Ist Jesus oder Judas für uns gestorben?“
Der Darsteller Hartmut Lange, 1956 geboren und aufgewachsen in Köln, machte seine Ausbildung an der Westfälischen Schauspielschule Bochum. Von 1981 bis 1986 führte ihn sein erstes Engagement an das Staatstheater Stuttgart. Es folgten Engagements in Tübingen, Konstanz, Magdeburg und Lübeck. Von 1991 bis 1993 arbeitete er freischaffend; während dieser Zeit entstand u.a. die amerikanische Erstaufführung von "Verkommenes Ufer" von Heiner Müller am Nine Street Theatre in New York City.
Seit 2003 arbeitet Lange freischaffend für Bühne, Film und Fernsehen. Zurzeit gastiert er außerdem mit seinen eigenen Produktionen, "Agrippina" von Thomas Becker und "Villon Projekt" (Jazz and Lyrics), an verschiedenen Häusern.

• Die „Judas“-Termine in den Landkreisen Harburg und Stade:
16. Februar um 19 Uhr: St. Marien- und Bartholomäikirche in Harsefeld (Eintritt: 8 Euro); 26. Februar um 19.30 Uhr: Johanneskirche in Tostedt (Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 8 Euro); 15. März um 19 Uhr: Mauritiuskirche in Hittfeld (Eintritt: 10 Euro für Erwachsene, 4 Euro für Kinder und Jugendliche, für Konfirmanden mit Mutter/Vater zusammen 10 Euro); 17. März um 19.30 Uhr: St. Wilhadi in Stade (Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 6 Euro).