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Opferhilfeorganisation "Weisser Ring" fordert, Gewaltprävention bereits in der Schule zu verankern

(bim). Die Opferhilfeorganisation "Weisser Ring" fordert Schulen auf, möglichst früh über das Thema Gewalt in Beziehungen aufzuklären. Junge Menschen müssten mit Konzepten gegen Gewalt in einer Lebensphase erreicht werden, in der sie erste Beziehungen eingehen und gesellschaftliche Rollenbilder entwickeln. Schulen seien ein besonders geeigneter Lernort, da dort alle Kinder und Jugendlichen erreichbar seien. Im Rahmen von Projekten zu Gewalt in Beziehungen hätten sie die Möglichkeit, andere Sichtweisen kennenzulernen und bislang als normal empfundene Vorstellungen und Erfahrungen zu hinterfragen.
Als Beispiel nennt "Der Weisse Ring" das Hamburger Schulprojekt „FairPlay in der Liebe“. Dabei arbeiten ehrenamtliche Mitarbeiter mit Mädchen und Jungen
ab der siebten Klasse zusammen. Mit Rollenspielen, Übungen und Gruppengesprächen regen sie dazu an, Geschlechterrollen und Verhaltensweisen in Liebesbeziehungen zu reflektieren. In mehrstündigen Workshops werden Fragen geklärt wie: Wo sind persönliche Grenzen zu ziehen? Wie können Paare einen Gewaltkreislauf durchbrechen? Wo kann man sich Hilfe holen?
„Wir wissen, dass in der Kindheit und Jugend miterlebte Gewalt das Risiko erhöht, selbst Gewalt in Beziehungen auszuüben oder zu erdulden“, erläutert Peter Lunckshausen, Projekt-Verantwortlicher und Sprecher der Präventionsbeauftragten beim "Weissen Ring". In Familien litten Kinder unter Gewalttätigkeiten wie Tritten, Schreien oder psychischer Erniedrigung in besonderem Maße. Deshalb sei es wichtig, das Thema früh aufzugreifen.
Im Landkreis Harburg gibt es bereits das Anti-Gewalt-Programm "Wir sind stark". Schulen, die an dem Projekt „FairPlay in der Liebe“ Interesse haben, wenden sich an Karl-Heinz Langner, Außenstellenleiter des "Weissen Rings" im Landkreis unter Tel. 0151-55164733 oder per E-Mail an: karl-heinz.langner.wr@ewe.net.