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Was Sie schon immer über Sterne wissen wollten: Astronomietage in Handeloh

Wann? 08.04.2016 18:00 Uhr

Wo? Nikodemus-Kirche, Kirchenstraße 9, 21256 Handel Handeloh DE
Ein Bild der Dreiecksgalaxie (M 33) im Sternbild Dreieck, nach dem Andromedanebel zweithellste Spiralgalaxie (Foto: Jörg Weiskopf)
Handeloh: Nikodemus-Kirche | bim. Handeloh. Astronomietage veranstaltet der Arbeitskreis Astronomie (AkA) in Handeloh am Freitag und Samstag, 8. und 9. April. Vorsitzender Achim Tribelhorn und seine Mitstreiter laden Interessierte dazu ein, ferne Galaxien am Nachthimmel mit einem Teleskop zu sehen, und in die Welt der Sternenbilder "einzutauchen". Auch können die Teilnehmer auf dem Handeloher Planetenlehrpfad von Planet zu Planet laufen.

Am Freitag, 8. April, um 20 Uhr wird das AkA-Mitglied Dr. Wilhelm Möring im Gemeindesaal der Nikodemuskirche Handeloh, Kirchenstraße 9, über „Gravitationswellen - Ein neues Fenster ins Universum“ informieren. Er spannt den Bogen von Einsteins theoretischen Grundlagen über die Gravitationswellen aus den Jahren 1915/1916 bis zu ihrer jetzigen Entdeckung und die Folgen für unser Bild vom Universum. „Der Nachweis brauchte nahezu punktgenau 100 Jahre“, so Möring. Im Anschluss an den Vortrag findet bei klarem Himmel noch ein Blick in den Sternenhimmel statt.

Am Samstag, 9. April, werden in Handeloh von 18 bis 19.30 Uhr und von 21.30 bis 23 Uhr fachkundige Planetenwegsführungen am Timmerloher Weg angeboten. Auf kurzer Strecke sind unsere Planeten abgebildet und erklärt. Ihre Entfernungen zueinander sind im Maßstab 1:5 Milliarden entlang des Weges mit Schautafeln wiedergegeben. Auf diese Weise können Besucher die Abstände der Planeten „erlaufen“. Sie erfahren gleichzeitig Wesentliches über die Himmelskörper. Die kurze Wanderung endet jeweils mitten in der Heide beim Zwergplaneten Pluto. Bei der zweiten Führung im Dunkeln werden die Planetenstandpunkte zusätzlich mit Sturmlaternen “ausgestattet“, was ihre Entfernungen zueinander noch vorstellbarer macht.

Zeitgleich nehmen weitere AkA-Sternengucker bereits ab 20 Uhr am Planetenlehrpfad den Mond, Merkur, Jupiter sowie ferne Nebel und Galaxien ins Visier und zeigen sie allen Interessierten. Dabei erklären sie auch die verschiedenen Teleskoptypen.
„Merkur, der flinke Himmelsbote, ist am Himmel nur schwer zu sehen. Umso schöner, wenn man ihn mit bloßem Auge dann doch entdeckt“, schwärmt Achim Tribelhorn. „Der Mond ist immer ein lohnendes Objekt für kleine Teleskope und Ferngläser“, so Klaus Plitzko, 2. Vorsitzender des AkA, der von Planet zu Planet führen wird. „Und dann ist da noch Jupiter mit den vier galiläischen Monden, die schön wie auf einer Perlenkette aufgereiht sind“, so Helmut Hauke, der mit seinen 87 Jahren noch immer aktiver Beobachter ist.

Bis zum Ende gegen 23.30 Uhr werden die AkA-Mitglieder mit ihren Teleskopen und Ferngläsern alle Besucher zusätzlich auf kleine „Himmelsspaziergänge“ begleiten und ihnen dabei die Sternbilder erklären.
Die Gesellschaft für volkstümliche Astronomie e.V. Hamburg (GvA) verfügt am Ende des Planetenweges über ein stationäres leistungsstarkes Teleskop. Es steht an diesem Tag ebenfalls zur Besichtigung und für Beobachtungen bereit.

Bei schlechtem Wetter oder bezogenem Himmel fallen nur die Veranstaltungen am 9. April aus.