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„Falscher Neuner“ beim TSV Winsen

Winsens Trainer Jens "Hacki" Hackstein lässt nach dem Prinzip einer "falschen Neun" spielen (Foto: Steinwender)

FUSSBALL: Am Sonntag empfängt die Kreisstadt-Elf den Bezirksliga-Aufsteiger TSV Heidenau, der mit einer Doppelspitze angreifen will

(cc). Wenn Winsens Neu-Coach Jens Hackstein an das 3:1 im Bezirkspokal gegen Heidenau denkt, dann schmalzt er noch heute mit der Zunge. „Da haben wir schon gezeigt, wozu wir in dieser Saison in der Lage sind“, erinnert sich der TSV-Trainer. Dem folgte am vergangenen Wochenende ein 1:0-Auswärtssieg beim SV Essel zum Start in die neue Saison der Fußball-Bezirksliga. Auch in dieser Partie spielte der TSV Winsen mit einer „Falschen Neun.“ „Das werden wir auch am Sonntag wieder tun“, bestätigt Jens Hackstein. Zu Gast ist am Sonntag, 16. August (15 Uhr, Jahnplatz in Winsen), der Bezirksliga-Aufsteiger TSV Heidenau.
Beide Teams verfügen über reichlich Offensivkraft. Wird in diesem Kreisderby letztendlich die Tagesform die Entscheidung bringen - oder die "falsche Neun" ? „Wir werden besonders motiviert in diese Partie gehen“, betont Jens Hackstein, der ohne Winsens Torjäger der vergangenen Saison, Ali Hamade, auskommen muss. Denn der torgefährliche Stürmer hat zum Saisonbeginn zum Kreisligisten MTV Luhdorf-Roydorf gewechselt. Stürmisch wird am Sonntag im Kreisduell auch der TSV Heidenau ausgerichtet sein. „Gegen die starke Mannschaft aus Winsen werden wir vom Grundaufbau defensiv beginnen, denn nach Vorne kommen unsere Jungs rasend schnell“, sagt der Heidenauer Coach Rüdiger Meyer. Voraussichtlich wird der Aufsteiger mit einer Doppelspitze angreifen, in der Cenk Akbulak und Louis Hansen die Winsener Abwehr durcheinander wirbeln werden.
Winsens Trainer Jens Hackstein wird seine beweglichen Spieler ins Mittelfeld beordern, weil er sein Spielsystem auf die „falsche Neun“ ausgerichtet hat. Als „9“ wird in einer Elf der klassische Mittelstürmer bezeichnet, die der TSV in dieser Saison momentan nicht hat. Eine „falsche 9“ bezeichnet im Fußball einen spielstarken Angreifer, der zwar nominell ein Stürmer ist, sich aber oft ins Mittelfeld zurückfallen lässt. Dadurch wird eine Überzahl im Mittelfeld erzeugt und gleichzeitig Raum geschaffen, in den andere Spieler stoßen können. Die „falsche Neun“ ist meist ein technisch guter Fußballer, der den Ball halten und verteilen kann. „Für das Prinzip einer falschen Neun habe ich hervorragende Spieler im Team“, berichtet der TSV-Coach mit berechtigtem Stolz.
Schon in den 50er Jahren war das Prinzip einer Falschen 9 bei Ungarn und in den 70er Jahren bei Johann Cruyff zu sehen. In Perfektion wurde es vom Welt-Fußballer Lionel Messi beim FC Barcelona gezeigt.
Die "Nummer 9" der Zukunft ist kein Speziallist, sondern ein Alleskönner.