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Heiratsantrag auf der Rennpiste / René Weinberg privat und beim Autocross auf der Überholspur

René Weinberg (li.) auf dem Treppchen mit dem siebenfachen Europameister Bernd Stubbe (Mi.) (Foto: Joana Henke)
 
René Weinberg in seinem knallgelben "Flitzer" (Foto: Joana Henke)
bim. Beckdorf/Tostedt. Im Jahr 2015 wurde er mit seinem „Geschoss“ vorzeitig Meister im Deutschland Cup. In diesem Jahr will Autocross-Fahrer René Weinberg aus Beckdorf (Kreis Stade) bei der Deutschen Meisterschaft unbedingt den Titel mit nach Hause bringen, um 2018 in der Europameisterschaft durchzustarten. Die ersten Rennen sind für ihn bereits vielversprechend gelaufen. Und auch privat ist er auf der Überholspur: Vor dem Rennen in Gründau (Hessen) machte er seiner Freundin Mareike Böhrnsen aus Tostedt während der Fahrerpräsentation auf der Startplatte vor dem versammelten Renn-Publikum einen Heiratsantrag, den diese glücklich annahm.
Beim ersten Lauf in Höchstädt (Bayern) fuhr René Weinberg auf der rund 850 Meter langen Strecke mit Bergauf- und Abfahrten auf Granitsand mit seinem Cross-Buggy gleich seinen ersten Sieg ein.
Beim Lauf in Ortrand (Brandenburg) traf er auf den siebenfachen Europameister Bernd Stubbe. „Gegen den mehrfachen Europameister zu fahren, ist für mich immer eine Ehre. Mein Auto wurde für die EM gebaut und dort ist es in allen Klassen oft vertreten“, so der Beckdorfer, der Stubbe zumindest in einem Vorlauf hinter sich ließ.
Im Finale erreichte René Weinberg den zweiten Platz hinter Bernd Stubbe mit einem Rückstand von 0,345 Sekunden.
Der dritte DM-Lauf in Gründau lief dagegen nicht so gut. Nachdem die Vorläufe noch vielversprechend verliefen, hatte René Weinberg einen Start-Unfall im Finale. Eine Runde später dann der Schock: Ein Rad riss ab und René flog mit seinem Fahrzeug in die Leitplanke.
Bis zum nächsten Rennen blieben 14 Tage Zeit, den Schaden zu beheben. Dafür mussten einige Ersatzteile per Express aus Tschechien eingeflogen werden. Aus Steinbourg (Frankreich) kehrte René Weinberg mit einem zweiten Platz zurück.
Am 8. und 9. Juli startet er in Schlüchtern (Hessen). Danach sind erstmal ein paar Wochen Pause, bevor die letzten drei Rennen anstehen. „Derzeit bin ich Führender in der Deutschen Meisterschaft, da kann sich aber noch einiges ändern. Wir bleiben gespannt“, sagt der Beckdorfer.
Er bedankt sich bei seiner Verlobten Mareike Böhrnsen, die bei den Rennen immer mit dabei ist, und ihrem Vater, dem Tostedter Goldschmied Olaf Böhrnsen. „Ohne Mareike und meinen zukünftigen Schwiegervater sowie meine Helfer wäre das alles nicht möglich. Wenn die Vorbereitungen stimmen, ist die Hälfte des Rennens schon gewonnen“, so Weinberg.
Er und Mareike Böhrnsen hatten sich vor zweieinhalb Jahren auch auf dem Rennplatz kennengelernt. Im kommenden Frühjahr soll geheiratet werden. „Das Rennauto darf auf dem Saal natürlich nicht fehlen, denn dies begleitet uns Tag für Tag auf unserem gemeinsamen Lebensweg.“, so Mareike Böhrnsen. Bei dem Fest werden viele befreundete Rennfahrer aus ganz Deutschland dabei sein.
Beim Antrag in Gründau war auch Bürgermeister Gerald Helfrich anwesend. „Er hat uns herzlich gratuliert und uns gleich den Vorschlag gemacht, auch in Gründau zu heiraten, denn er sei nicht nur Bürgermeister sondern auch Standesbeamter“, berichtet die Tostedterin. „Leider können wir das Angebot nicht annehmen, da die Feier so groß ausfällt. Aber er wird natürlich zur Hochzeit eingeladen.“
• Wer mehr über den jungen Rennsportler erfahren möchte, findet weitere Informationen im Internet unter www.team-weinberg.de.