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Drasko Car übernimmt bei "Vehiculo" auch soziale Verantwortung

Drasko Car (Mi.) mit seinem Schrauber-Team André und Matthias (vorn)
bim. Tostedt. "Ich werde nicht subventioniert. Meine Jungs bekommen das gleiche Gehalt wie ein angestellter Schrauber", räumt Drasko Car mit Vorurteilen auf, nach denen er Geld bekomme, weil er auch Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen in seinem Fahrradcenter "Vehiculo" in Tostedt beschäftigt. Er hatte den Laden samt Werkstatt, der im Jahr 2009 von der Behindertenwerkstatt der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg eröffnet wurde, Anfang 2014 übernommen. Vielmehr sieht Drasko Car seine soziale Verantwortung, indem er denen eine Chance gibt, die auf dem ersten Arbeitsmarkt eine Absage bekommen würden.
"Ich arbeite nach wie vor mit der Lebenshilfe zusammen, aber ohne finanzielle Unterstützung", sagt Drasko Car. Wenn Menschen mit Behinderung sich auf einem sogenannten Außenarbeitsplatz ausprobieren möchten, gibt er ihnen gerne die Gelegenheit.
"Ich gebe außerdem vielen Leuten Praktikumsplätze, die sonst keiner geregelten Arbeit nachgehen könnten oder aus allen Hilfen herausfallen. Auch milieugeschädigten, verhaltensauffälligen Menschen oder solchen aus therapeutischen Maßnahmen. Ihnen biete ich ihren Bedürfnissen entsprechend individuelle Arbeitszeiten und Förderung", erläutert Drasko Car.
Daneben nimmt er auch jederzeit Schüler-Praktikanten an, die bei ihm zum Beispiel lernen, einen Schlauch oder einen Bremszug zu wechseln. Die Befürchtung, dass diese jungen Leute ihm später als Kunden verloren gehen, hat er nicht. "Ich habe trotzdem noch Kunden, die ihre Fahrräder bei mir reparieren lassen", schmunzelt Drasko Car.