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Auch ohne den ADAC läuft das Fernbus-Geschäft der Post weiter

bim. Tostedt. Der ADAC zieht sich aus dem Fernbus-Geschäft zurück - diese Meldung ging in dieser Woche durch die Medien. Auch im Landkreis Harburg gibt es mit Becker-Tours ein Unternehmen, das seit einem Jahr drei ADAC-/Postbusse auf die Strecke Bremen-Hamburg-Berlin-Dresden sowie einen auf die Strecke Hamburg-München schickt. Für die Kunden, so sagt Inhaber Frank Weingärtner, ändert sich durch den Ausstieg des ADAC allerdings nichts.
Noch im November soll das Gemeinschaftsunternehmen beendet werden. Die Post übernehme dann die Anteile des ADAC.
"Das hat weder für uns noch für die Kunden Auswirkungen. Unser Vertragspartner ist nicht der ADAC, sondern die Post Mobility GmbH. Und alle Linien bleiben bestehen", so Frank Weingärtner. Außerdem: "Der Markt boomt. Die Zuwachsraten in der Personenbeförderung sind gewaltig, und das nicht erst seit der GdL-Streiks", sagt er.
Der Fernbus-Markt ist daher hart umkämpft. Immer mehr Unternehmen wollen daran teilhaben und unterbieten sich bei den Ticket-Preisen gegenseitig. Einige Betriebe mussten dadurch Konkurs anmelden.
Bei den Marktanteilen lag der ADAC-/Postbus laut dem Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen (BDO) zuletzt mit nur acht Prozent weit hinter den Marktführern MeinFernbus (45 Prozent) und Flixbus (24 Prozent).
"Wer bestehen will, muss viele Busse im Einsatz haben", weiß Frank Weingärtner. Er ist überzeugt, dass am Ende drei oder vier Anbieter übrig bleiben, darunter auch der Postbus, der vom Komfort her in Tests immer unter den Besten sei. Auch hat das Unternehmen bereits angekündigt, sein Streckennetz im kommenden Jahr weiter auszubauen.