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Ein Bus zum 30-jährigen Betriebsjubiläum

Koordinator Jens Becker gratuliert seinem treuen Busfahrer Klaus Häcker zum Dientsjubiläum. Im Hintergrund der neue Bus
 
Klaus Häcker liebt seinen Beruf
bim. Tostedt. Er ist ein sympathischer Alleinunterhalter mit viel Humor, aber er wird auch streng, wenn „seine“ Busse von anderen Fahrern nicht ordentlich gepflegt werden. In den vergangenen drei Jahrzehnten hat Klaus Häcker ca. 2,5 Millionen Kilometer als Busfahrer zurückgelegt. „Ich bin ein paar Mal um die Erde gefahren“, so der 64-Jährige, der jetzt sein 30-jähriges Betriebsjubiläum beim Tostedter Busunternehmen Becker-Tours (ehemals Becker-Reisen) feierte. Zu diesem Anlass gab es einen nagelneuen Bus, einen silberfarbenen Scania von Houl, der inzwischen neunte, den Klaus Häcker steuert.
„Wir sind absolut froh, einen so zuverlässigen, belastbaren und loyalen Mitarbeiter zu haben“, lobt Becker-Tours-Koordinator Jens Becker.
„Zum Busfahrerjob bin ich eher durch Zufall gekommen“, erzählt Klaus Häcker. Denn nach der Bundeswehr stand noch Geld für die Ausbildung zur Verfügung, das er in den Busführerschein investierte.
Bei dem Tostedter Unternehmen war Klaus Häcker zunächst in der Werkstatt eingesetzt. Bei seiner ersten Bus-Tour chauffierte Häcker eine Schulklasse zum Planetarium in Hamburg, bei seiner ersten längeren Fahrt Austauschschüler nach Polen. Wenig später bekam er „seinen“ ersten Bus, einen Mercedes O 303. In den Folgejahren steuerte er für Becker-Tours u.a. den HSV-Bus.
„Früher waren noch Busse mit Schaltgetriebe eingesetzt, heute sind wir mehr im Automatikwesen unterwegs“, berichtet Klaus Häcker über das, was sich in den vergangenen 30 Jahren geändert hat.
Der Tempomat erleichtert bei Fernreisen nicht nur die Arbeit des Fahrers, sondern führe auch zu einer Sprit-Ersparnis von zwei bis drei Litern auf 100 Kilometern. Und dann gibt es inzwischen auch die Abstandsregeltechnik, mit der bei zu dichtem Auffahren automatisch abgebremst wird. „Manche fahren damit, manche nicht, weil die Fahrzeuge damit zum Teil schon zu früh abgebremst werden“, erläutert Häcker.
„Um kontinuierlich durchfahren zu können, überhole ich auch mal Lkw“, sagt er. Wenn die aber schneller als mit den erlaubten 80 km/h unterwegs sind, kann der Überholvorgang auch mal länger dauern. Es komme dann auf die Landstriche an, wie geduldig die Pkw-Fahrer das Ausscheren des Busses aufnehmen. „Manche reagieren mit Lichthupe, dass es taghell wird, oder fahren wild gestikulierend an mir vorbei“, erklärt Klaus Häcker. Überhaupt habe die Aggressivität auf der Straße in den vergangenen 15 Jahren stark zugenommen, so der 64-Jährige, der sich mehr Rücksichtnahme wünscht. „Wir haben schließlich keine Fässer oder Gurken, sondern Menschen an Bord.“
Privat ist Klaus Häcker seit 42 Jahren mit seiner Frau Brigitte verheiratet, die beiden haben eine Tochter (42) und zwei Enkelkinder, die - samt Schwiegersohn - alle gemeinsam das Eigenheim in Wistedt bewohnen. In seiner Freizeit arbeitet Klaus Häcker gerne mit Holz, hat daraus u.a. ein Carport und eine Grillhütte gebaut.
Auch wenn er seine Familie manchmal mehrere Tage nicht sieht, sagt Klaus Häcker: „Ich fahre jeden Morgen mit Freude zur Arbeit. Und ich werde so lange fahren, wie der liebe Gott und der Arzt es zulassen.“