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Bewährungsstrafe für Richter

thl.. Wegen Rechtsbeugung in 18 Fällen hat das Landgericht Lüneburg einen pensionierten Richter (62) aus zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung verurteilt. Das war im Mai 2012. Jetzt hat der Bundesgerichtshof das Urteil bestätigt und die Revision des Angeklagten verworfen.
Der Richter hatte, so die Feststellung des Gerichtes, in seiner Amtszeit in zwei Fällen die Unterbringung psychisch kranker Menschen in geschlossenen Anstalten angeordnet, ohne die Betroffenen zuvor aufgesucht und persönlich gehört zu haben. In 16 weiteren Fällen hat er so genannte unterbringungsähnliche Maßnahmen genehmigt, wie z.B. die Anbringung von Bettgittern bei dementen Menschen. Auch hier hate er zurvor die Betroffenen nicht persönlich gehört.