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Dreibeine werden wieder eingesammelt

Die Dreibeine werden bald von den Straßen des Landkreises verschwinden
(jd). Aktion der Kreisjägerschaft brachte nicht den erhofften Erfolg. Sie sind mit einem schrillen Farbton angestrichen, der irgendwo zwischen Pink und Magenta liegt, und tragen den Hinweis "Achtung Wildunfall": Gemeint sind die Dreibeine, die zahlreiche Straßen im Landkreis säumen. Die hölzernen Warnbaken stehen überall dort, wo sich Pkws und die tierischen Waldbewohner schon einmal ins Gehege kamen. Sie sollen die Autofahrer zur Vorsicht gemahnen und signalisieren: Bitte den Fuß vom Gas nehmen und den Fahrbahnrand gut im Blick haben. Nun werden die Dreibeine nach und nach wieder abgeräumt. Der erhoffte Erfolg der von der Kreisjägerschaft initiierten Aktion ist ausgeblieben: Die Zahl der Wildunfälle ging nicht zurück.

"Bei den Autofahrern hat sich offenbar ein Gewöhnungseffekt eingestellt", meint Kreisjägermeister Günther Bube. Die Jäger würden die Dreibeine nun wieder einsammeln. Ganz einmotten werde man sie aber nicht, so Bube: "Wir haben vor, die Dreibeine künftig geballt an besonderen Unfallschwerpunkten zu platzieren." Vielleicht werde auf diese Weise eine größere Wirkung erzielt.

Laut Bube setzen die Waidmänner nun noch intensiver auf Reflektoren. Die werden an den Leitpfosten angebracht und werfen das Scheinwerferlicht in den Seitenraum. Das soll Reh, Wildschwein und Co. verschrecken und vom Überqueren der Straße abhalten. In Kombination mit speziellen akustischen Warngeräten, die beim Vorbeifahren eines Autos einen hohen, unangenehmen Pfeifton erzeugen, soll dies die effizienteste Maßnahme sein, um den Wildwechsel zu verhindern.

Ob der Einsatz solcher Reflektoren erfolgreich ist, lässt sich nach Auskunft von Polizeisprecher Rainer Bohmbach nicht belegen. Dafür würden aussagekräftige Zahlen fehlen. Rein statistisch habe es jedenfalls weder bei den Dreibeinen noch bei den Reflektoren eine messbare Wirkung gegeben, so Bohmbach. Bislang sei die Zahl der bei der Polizei gemeldeten Windunfälle gestiegen: von 460 im Jahr 2003 auf 762 im Jahr 2012. Eine Ausnahme habe es 2011 gegeben, als ein leichter Rückgang zu verzeichnen gewesen sei.