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Enkeltrickbetrüger festgenommen

Symbolfoto: Die beiden Tatverdächtigen sitzen in Haft (Foto: Rike/Pixelio)
thl. Lüneburg. Zivilfahnder des Fachkommissariates für Organisierte Kriminalität der Zentralen Kriminalinspektion Lüneburg ist ein Schlag gegen so genannte "Enkeltrickbetrüger" gelungen. Sie nahmen einen 28-jährigen Mann und eine 18-jährige Frau aus Polen in Mayen ( Rheinland-Pfalz ). Die beiden stehen im Verdacht, für mindestens acht Taten im April und Mai 2013 - auch im Speckgürtel von Hamburg - zum Nachteil älterer Menschen verantwortlich zu sein. Beide Tatverdächtige sitzen in Untersuchungshaft.
Bei der sogenannten "Enkeltrick-Masche" werden die Geschädigten teilweise um ihr gesamtes Erspartes gebracht. Dabei wird den Angerufenen mit Formulierungen wie "Hallo Gertrud, rat' mal wer dran ist" suggeriert, dass es sich bei dem Anrufer, der tatsächlich zumeist aus Polen agiert, um einen Verwandten oder Bekannten handelt, welcher spontan zu Besuch kommen möchte. In weiteren Telefonaten wird eine Notlage, oftmals ein Unfall, vorgetäuscht und die Geschädigten werden gebeten Bargeld auszuhändigen, da man sonst z. B. den Führerschein verliere. Der vermeintlich bekannte Anrufer erklärt weiterhin, dass er das Geld aufgrund des Unfalls nicht selbst abholen könne und daher eine andere Person schicke.
Die Polizei bittet, Senioren im persönlichen Umfeld über diese perfide Masche aufzuklären und rät, dem Anrufer konkrete Fragen zu stellen und sich eine Rückrufnummer geben zu lassen. Im Zweifel sollten die Betroffenen Freunde oder Familienmitglieder kontaktieren oder den Notruf der Polizei wählen. Niemals sollte Geld übergeben werden.