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Polizei Stade hat 2015 etwas weniger Unfälle als im Vorjahr verzeichnet

Polizeihauptkomissar Jan Horwege (li.), Kathrin Donke und Polizeisprecher Rainer Bohmbach stellten die Unfallstatistik vor (Foto: am)
(am). Obwohl immer mehr Fahrzeuge auf den Straßen des Landkreises Stade unterwegs sind, ist die Zahl der Unfälle leicht gesunken. Das berichteten Vertreter der Polizeiinspektion Stade bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2015. Die Zahl der aufgenommenen Verkehrsunfälle ist von 4.105 im Jahre 2014 auf 4.401 gesunken. Aber es gab 13 Tote. Das sind Zwei mehr als im vergangenen Jahr.
Ein Unfall, der besonders viel Aufsehen erregt hat, ist der Schulbusunfall mit einem Metronom-Zug in Hedendorf. Dieser sei aber zum Glück glimpflich ausgegangen, so Polizeisprecher Rainer Bohmbach.
Rasant angestiegen von 41 im Jahre 2014 auf 69 in 2015 ist die Zahl der Unfälle auf der A26. Dies stehe aber nicht mit der Öffnung des Teilstücks nach Jork im Zusammenhang, so Polizeihauptkomissar Jan Horwege. "Die Unfälle sind gleichmäßig über das Jahr verteilt." Als Ursache sieht Horwege das generell erhöhte Verkehrsaufkommen. Tote gab es auf der A26 aber nicht.
Leicht gestiegen, von 73 auf 77, ist die Zahl der Unfälle mit Kindern, tödliche Unfälle gab es aber auch hier nicht.
Längst sind Jugendliche nicht mehr die Unfallverursacher Nr. 1. Nur rund 20 Prozent aller aufgenommenen Unfälle werden von jungen Fahrern im Alter von 18 bis 24 Jahren verursacht. Hier ist Raserei die häufigste Unfallursache. Lediglich in zwei Prozent der Fälle sind hingegen Alkohol und Drogen im Spiel. "Die Polizei hat den Kontrolldruck erhöht." sagt Bohmbach. "Und die Kollegen sind jetzt geschulter, was die Erkennung von Drogen angeht." Deswegen würden Jugendliche nicht mehr so häufig unter Drogen- oder Alkoholeinfluss fahren. Spitzenreiter beim "Alkohol am Steuer" sind die 45- bis 51-Jährigen.
Immer häufiger sind ältere Menschen (ab 65 Jahren), ob mit Pkw oder Fahrrad, in Unfälle verwickelt. "Außerdem nimmt die Zahl der Fahrradunfälle mit E-Bikes zu", sagt Bohmbach. "Und diese Zahl wird vermutlich in den nächsten Jahren noch steigen."
Eine Woche zuvor hatte Innenminister Pistorius die Unfallstatistik für Niedersachsen vorgestellt. Auch auf Landesebene ist die Zahl der tödlich Verunglückten vor allem wegen Raserei leicht angestiegen.