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Polizei warnt: Nicht an Bahnanlagen spielen oder auf Zügen surfen!

Die Polizei warnt: Bahnanlagen sind kein Spielplatz! (Foto: Polizei)
(ab). Die Bundespolizei Lüneburg und die Polizeiinspektion Stade warnen vor dem Spielen oder Surfen an Bahnanlagen. Wie die Polizei jetzt mitteilte, registrierte sie in diesem Jahr im Bereich Stade bereits mehrfach spielende Kinder im Gleisbereich (Foto, gestellt) und Jugendliche, die entweder Gegenstände ins Gleis legten oder durchfahrende Züge mit Steinen bewarfen. Ältere Jugendliche wurden auch dabei ertappt, wie sie mit an ihren Köpfen befestigten Kameras an der Außenwand von Zügen surften.

Laut Detlef Moors, Präventionsbeauftragter vom Bundespolizeirevier Lüneburg, animierten diese gefährlichen "Mut-Videos" im Netz immer häufiger zum Nachmachen. Auch Selfies mit Bahngleisen im Hintergrund seien in sozialen Medien vermehrt zu finden, ebenso wie Bilder, auf denen Jugendliche auf der Bahnsteigkante sitzend und mit im Gleisbett baumelnden Beinen zu sehen seien. Erwachsene sollten sich ihrer Vorbildfunktion ebenfalls bewusst sein und nicht illegal Gleise überqueren.

Menschen begeben sich in Lebensgefahr, wenn sie sich im Gleisbett aufhalten. Lockführer müssten manchmal sogar Notbremsungen einleiten, wobei ein Zug oder eine S-Bahn alleine bei einem Tempo von 120 km/h zwischen 600 und 700 Metern brauche, bevor sie zum Halten kommen, so die Polizei. Außerdem seien Züge schienengebunden, könnten nicht ausweichen und würden sich oft leise und schnell nähern.

Das Betreten von Gleisanlagen ist daher verboten und wird mit einem Verwarnungsgeld von mindestens 25 Euro geahndet. Sollte ein Zug zu einer Notbremsung gezwungen werden, kann der Verursacher mit einer Strafanzeige rechnen.