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Achtung, Kreisch-Alarm! Hier regiert für einen Tag der Horror

Marion und Ralph Kinzel lieben es, sich zu verkleiden (Foto: oh)
bc. Cranz. Von außen wirkt das rotgeklinkerte Einfamilienhaus eher unscheinbar. Was den WOCHENBLATT-Redakteur im Innern erwartet, ist jedoch phänomenal. In zwei Monaten hat das Ehepaar Marion (49) und Ralph Kinzel (40) eine Geisterbahn in ihrem Eigenheim aufgebaut, die professionellen Attraktionen wie dem Hamburger „Dungeon“ locker Paroli bieten könnte. In Cranz regiert am Freitag, 31. Oktober, der Horror. Halloween is coming soon!

Nebelschwaden wabern durch die düsteren Räume, das ausgelegte Stroh auf dem Fußboden knistert bei jedem Schritt, schrilles Kreischen durchdringt die Luft, Schwarzlicht flackert, Skelette baumeln von der Decke, Zombies springen per Bewegungsmelder aus dem Nichts hervor, Riesen-Taranteln oder gruselige Trolle tauchen plötzlich auf. Als ob das nicht reichen würde, jagen auch noch gruselig Kostümierte dem Reporter einen Heidenschrecken ein.

Erdgeschoss, Keller und Garten der Kinzels sind nicht mehr wiederzuerkennen. Wo sich üblicherweise das Wohnzimmer befindet, lädt jetzt eine skelettierte Mami mit ihrem untoten Baby im Arm zur Geisterstunde. Ein Themenzimmer, in dem vieles verquer läuft. Die Uhr tickt im Eiltempo rückwärts, der Fernseher blitzt auf, die Bücher bewegen sich wie von Geisterhand.

„Wir sind eigentlich ganz liebe Menschen, wir haben nur beide ein Faible für Horror-Filme“, sagt Ralph Kinzel - von Beruf Fräser. Seine Frau Marion, eine selbstständige Gebäudereinigerin, ist merkwürdigerweise sogar extrem schreckhaft: „Ich liebe es halt, mich zu erschrecken.“

Seit die Eheleute 2008 nach Cranz gezogen sind, basteln sie Jahr für Jahr in mühevoller Kleinarbeit und mit viel Liebe zum Detail ihr eigenes Horrorhaus. Die Möbel werden eingelagert, die Zimmer mit einer Tapete in der Optik eines alten Gemäuers verklebt und Tausende blutige Accessoires aus dem Keller geholt. Der Clou sind die unzähligen Special Effects, inklusive Zombie-Projektion auf die Hauswand.

Im vergangenen Jahr trauten sich ca. 300 Menschen in die Cranzer Geisterbahn. „Die Leute waren begeistert“, erzählt Ralph Kinzel. Am Freitag, 31. Oktober, von 18 bis 20 Uhr sind auch in diesem Jahr wieder Kinder, Jugendliche und Erwachsene eingeladen, bei den Kinzels (Estedeich 27) vorbeizuschauen. Achtung, Kreisch-Alarm!