Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Auf ein Wort: Gegen den Einweg-Lifestyle

WOCHENBLATT-Redakteur Björn Carstens
Coffee-To-Go-Becher sind die Pest des 21. Jahrhunderts. Wenn ich lese, dass allein in Berlin 20.000 Pappbecher pro Stunde verbraucht werden - mit einer Gebrauchsdauer von 15 Minuten im Durchschnitt - schnellt mein Puls in die Höhe. Mal abgesehen davon, dass viele davon in der Botanik landen und nicht im Mülleimer, haben einige Leute das Prinzip „To-Go“ nicht wirklich kapiert.
Wenn ich nämlich meinen Kaffee ohnehin vor oder besser noch in dem Laden trinke, brauche ich keinen Pappbecher mit Plastikdeckel, sondern kann auch eine Porzellantasse ordern und damit dem Einweg-Lifestyle ein Schnippchen schlagen. Nicht zu vergessen: Plastik vergeht nicht!
Und wenn ich dann noch eine Reportage über völlig verdreckte Ozeane sehe, in denen in jedem Quadratkilometer Zehntausende Teile Plastikmüll schwimmen, an manchen Stellen sich sechsmal mehr Plastikpartikel als Plankton im Meerwasser befinden und Seevögel qualvoll an Plastiktüten verenden, dann denke ich mir: Es kann einfach nicht richtig sein, Tausende Tonnen an „To-Go“- und sonstigem Fast-Food-Müll zu produzieren, wenn es doch so leicht wäre, diesen zu vermeiden. Björn Carstens