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Der Grünspecht ist der Vogel des Jahres 2014

(bim./nw). Der Grünspecht ist der "Vogel des Jahres 2014". Dazu wurde er vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) gekürt. Auf den "Meckervogel" 2013, die Bekassine, folgt damit der "Lachvogel": Denn wegen seines markanten Rufs, der wie ein gellendes Lachen klingt, erhielt er diesen Beinamen. Im Gegensatz zur vom Aussterben bedrohten Bekassine hat sich der Bestand des Grünspechts in Deutschland erholt: Er liegt derzeit bei über 42.000 Brutpaaren und damit mehr als doppelt so hoch wie vor 20 Jahren. Dennoch ist der Grünspecht in Niedersachsen als eine von 32 Vogelarten mit dem Rote-Liste-Status drei als "gefährdet" eingestuft. Der Grünspecht ist vor allem im Niedersächsischem Tiefland verbreitet, auch in der Lüneburger Heide.
Er bevorzugt knorrige, dicke und hochstämmige Obstbäume. Grünspechte kommen auch in Parkanlagen und lichten Wäldern vor, die alte Bäume und Wiesenflächen mit Ameisen aufweisen - sofern dort keine Pestizide eingesetzt werden. Artenreiches Grünland als wichtigen Bestandteil unserer Kulturlandschaft gilt es, so der NABU Niedersachsen, auch als Lebensraum und Nahrungsgrundlage für den Grünspecht in Niedersachsen zu erhalten.
Übrigens ist der Grünspecht ein echter Europäer: Mehr als 90 Prozent seines weltweiten Verbreitungsgebietes befinden sich in Europa. Hier besiedelt er fast den ganzen Kontinent, mit Ausnahme Irlands, Teilen Skandinaviens und den nördlichen und östlichen Teilen des europäischen Russlands. Der europäische Bestand des Grünspechts wurde im Jahr 2004 auf insgesamt rund 860.000 Brutpaare geschätzt.