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Der Weihnachtspäckchen-Konvoi von Round Table: Ein Konvoi, der tausendfach Lächeln schenkt

Für viele Kinder aus Rumänien, Moldawien und der Ukraine ist das Päckchen aus Deutschland das einzige Geschenk, das sie bekommen (Foto: Matthias Hoch)
 

Daniel Diekhoff und Tim Nogens werden dieses Weihnachtsfest mit sehr gemischten Gefühlen erleben. Gemeinsam mit 130 ehrenamtlichen Helfern brachten die Mitglieder des Service-Clubs Round Table mehr als 80.000 Weihnachtspäckchen nach Rumänien, Moldawien und in die Ukraine - darunter allein über 3.500 Päckchen aus den Landkreisen Harburg und Stade. In der „Welt der Armut“ zauberten sie ein Lächeln auf das Gesicht der Kinder.

(mum). Etwa 80.000 Pakete, 30 Fahrzeuge, 130 Helfer und bis zu 47 Stunden Fahrt. Das sind die beeindruckenden Zahlen des diesjährigen Weihnachtspäckchen-Konvois von Round Table Deutschland. Bereits seit 2001 bringt der Service-Club in der Vorweihnachtszeit jedes Jahr Päckchen für bedürftige Kinder nach Rumänien, Moldawien und in die Ukraine. Die Zahlen sagen aber nichts über die tatsächliche Bedeutung der Aktion aus. „Ich bin immer noch sehr bewegt, wenn ich an die vergangenen Wochen denke“, sagt Daniel Diekhoff (34) aus Maschen. Gemeinsam mit Tim Nogens (37) aus Bullenhausen nahm er zum ersten Mal an dem Konvoi teil. „Ich wollte nicht nur die Pakete einsammeln, sondern sehen, wer sie später bekommt“, so Diekhoff, selbst Vater von drei Kindern.

Als Präsident von RT 28 Hamburg-Harburg (www.rt-28.de) entschied Diekhoff Anfang des Jahres, dass sich sein Club am Weihnachtspäckcken-Konvoi beteiligt. „Ich war selbst davon überrascht, wie einfach es war, in Kindergärten und Schulen um Unterstützung zu bitten“, sagt Diekhoff. Da die Mitglieder des Tisches aus den Landkreisen Harburg und Stade stammen, beteiligten sich Einrichtungen von Apensen bis Welle an der Aktion. „Vielen Jungen und Mädchen gefiel die Vorstellung, dass sie selbst ein Geschenk für ein anderes Kind packen, dem es nicht so gut geht“, so Nogens. Einige hätten Fotos von sich und ihre Adresse in die Päckchen gelegt, in der Hoffnung, eine Antwort zu bekommen.
Anfang November sammelten die Tabler die Päckchen in den unterschiedlichen Einrichtungen ein. Da sich auch die lokalen Clubs 105 Stade, 130 Nordheide und 165 Winsen beteiligten, kamen allein in der Nordheide mehr als 3.500 Geschenke zusammen. Unterstützung erhielten die Tabler von Detlev Dose. Der Inhaber von Sprinter Transport Service (Seevetal) stellte seine Lagerhalle zur Verfügung. Dort wurden die vielen Päckchen in große Umkartons verpackt und auf Paletten gestapelt. Dose organisierte schließlich auch den Weitertransport nach Hanau, wo alle Geschenke aus ganz Deutschland gesammelt und schließlich auf die Lkw verteilt wurden.

Am 29. November begann für Diekhoff und Nogens das große Abenteuer. Gemeinsam mit 130 weiteren ehrenamtlichen Helfern ging es in einem aus 30 Fahrzeugen bestehenden Konvoi nach Rumänien, Moldawien und in die Ukraine. Die beiden Tabler aus Harburg fuhren nach Arad, im Westen Rumäniens. „Dort wohnten wir in einem einfachen Hostel“, erinnert sich Nogens. Jeden morgen teilten sich die Helfer auf und besuchten kleine Dörfer, wo die Tabler - unterstützt von lokalen Hilfsorganisationen - die Geschenke in Kindergärten und Schulen verteilten. „Der Besuch in den Roma-Häusern war sehr bewegend“, so Diekhoff. „Ich erinnere mich an eine Familie, bestehend aus Mutter und Vater mit acht Kindern, die in einer 25 Quadratmeter großen Hütte wohnen. Ohne fließend Wasser.“ In einem anderen Häuschen hätten vier Kinder in einem vollkommen verdreckten Bett geschlafen. Ein kleines Mädchen habe ein Päckchen bekommen, in dem Luftballons waren. „Ihre Freude über einen aufgeblasenen Luftballon hat uns ganz tief berührt“, so Diekhoff. Nogens ergänzt: „Zu sehen, wie die Kinder dort leben, zeigt einem deutlich, wie gut es uns geht.“ Ihn habe es sehr bewegt, mit wie viel Freude die Kinder ihre Geschenke ausgepackt haben.

Nach fünf Tagen ging es schließlich wieder zurück nach Deutschland. Im Gepäck unglaublich viele Eindrücke. „Der Konvoi kann die Lebensumstände der Kinder nicht ändern“, sagt Nogens. „Er kann ihnen aber einmal im Jahr eine besondere Freude bereiten.“ Es sei großartig zu sehen, wie viele Menschen diese Aktion unterstützen.

• Übrigens: International findet der Weihnachtspäckchen-Konvoi große Beachtung: Die Aktion ist Mitte des Jahres zum „Service Project of the Year“ der EMA-Region von Round Table International ernannt worden. Der EMA-Region gehören mehr als 35 Nationen an – von Finnland bis Tunesien, von Amerika bis Israel. Deutschland hat diese Auszeichnungen noch nie erhalten.

• Einige der Fotos stammen von Matthias Hoch, der den Konvoi zum ersten Mal begleitet hat. Hoch ist seit 2004 festangestelllter Pressefotograf bei der MGO Mediengruppe Oberfranken mit Hauptsitz in Bamberg. Seine Arbeiten wurden zweimal vom Bayerischen Journalistenverband ausgezeichnet.

• Infos zu Round Table: www.round-table.de

• Infos zum Weihnachts-päcken-Konvoi: www.weihnachtspaeckchenkonvoi.de


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