Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Die Spargelernte beginnt!

Warten auf den ersten Spargel: Grete und Hinrich Schmetjen aus Kutenholz
(lt). Gute Nachrichten für alle Spargel-Liebhaber. Am Wochenende beginnen die ersten Spargelbauern in der Region mit der Ernte des Edelgemüses. Um den 20. April wird es voraussichtlich in allen Hofläden Spargel zu kaufen geben.
Durch das anhaltend kalte Wetter hat sich die Ernte gegenüber dem Vorjahr um etwa zehn Tage nach hinten verschoben, teilt der Deutsche Bauernverband mit.
Auf die Qualität des Spargels hat die Kälteperiode aber keinen Einfluss, sagt Elke Meyer. Die Spargelbäuerin vertreibt ihr Gemüse über den elterlichen Hof Schmetjen in Kutenholz. Wie ihre Mitbewerber, setzt sie inzwischen auf den Anbau unter Minitunneln. Wenn die Sonne scheint, sorgt der Treibhauseffekt dafür, dass das Gemüse schneller wächst.
Auf dem Hof Oelkers in Wenzendorf geht man noch einen Schritt weiter. Hier gibt es begehbare Tunnel, unter denen der Spargel optimal gedeiht. Hochsommerliche 36 Grad hat Bernd Oelkers kürzlich auf dem "überdachten" Spargelfeld gemessen. In seinem Hofladen gibt es bereits an diesem Wochenende, 6. und 7. April, kleine Mengen Spargel für 14 bis 15 Euro pro Kilo zu kaufen.
Mit mehr als 4.600 Hektar ist Niedersachsen das Bundesland mit den größten Anbaugebieten für deutschen Spargel. Der überwiegende Teil wächst unter schwarz-weißer Folie. Sie hält u.a. den Hauptschädling - die Bohnenfliege - davon ab, ihre Eier auf den Dämmen abzulegen. Außerdem ermöglicht der Folieneinsatz die zeitliche Planung des Ernteverlaufs: Bei geringer Sonneneinstrahlung wird die schwarze Seite nach oben gelegt, so dass die Wärme im Damm gespeichert wird. Durch die hohen Temperaturen wächst der Spargel schneller und wird zarter. Ist die weiße Seite zu sehen, soll zu starke Sonneneinstrahlung und damit verbundene Erwärmung durch Reflektion abgewehrt werden.
Das Spargelstechen ist nach wie vor reine Handarbeit. Pro Hektar Spargelfeld sind drei bis vier Stecher im Einsatz. Ein Stecher schafft sieben bis acht Kilo Spargel pro Stunde. Etwa ein Viertel davon sind Abfall und Erde.
Wertvoll ist das Gemüse nicht nur wegen der kurzen Saison, die traditionell am Johannistag (24. Juni) endet. Auch die lange Vorbereitungs- und Anzuchtzeit macht den Spargel zum Edelgemüse: Vom Saatkorn bis zur Spargelstange vergehen zwei Jahre.
Spargel enthält nur 150 Kalorien pro Kilogramm und zählt damit zu den kalorienärmsten Gemüsen. Er besteht zu 93 Prozent aus Wasser, zu ca. zwei Prozent aus Proteinen, zu ca. vier Prozent aus Kohlenhydraten und nur zu 0,2 Prozent aus Fett. Spargel enthält zudem viele lebensnotwendige Mineralstoffe und Vitamine.