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Die Traubeneiche ist der Baum des Jahres 2014

Die Traubeneiche ist der Baum des Jahres 2014 (Foto: VDM/Gravitat-off)
(bim/nw). Die Traubeneiche ist der "Baum des Jahres 2014". Dazu wurde sie von der „Baum des Jahres“-Stiftung auserkoren. Über diese Entscheidung freut sich der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie.
Die Traubeneiche wächst in ganz Europa. Sie liebt eher warme Regionen, deren Böden ein gewisses Steinvorkommen haben. Steinige Böden speichern die Sonnenwärme des Tages und werden daher auch nachts nicht so kalt. Die Traubeneiche findet sich daher überproportional häufig zwischen Balkan und der klimatisch gemäßigten Türkei. Nord-östliche und vor allem kühlere europäische Gebiete haben hingegen kaum Eichenbestand.
In Deutschland wächst die Traubeneiche überall, allerdings schätzt sie Mischwälder in mittleren Lagen besonders. Daher kommt sie vor allem von Nord-Württemberg bis Süd-Nordrhein-Westfalen in gemäßigten Klimalagen vor. Die Traubeneiche ist eng verwandt mit der sogenannten Stieleiche. Die Stieleiche besitzt kurzgestielte Blätter und langestielte Eicheln während die Traubeneiche langestielte Blätter mit direkt daran gewachsenen Eicheln hat. Die beiden Arten sind fast nur für Forstfachleute zu unterscheiden, selbst ihr geerntetes Holz ist nahezu identisch.
Neben der traditionellen Eichenholznutzung war die gerbstoffreiche Borke der vor allem jungen Eichen in den vergangenen Jahrhunderten ein wichtiger Rohstoff für das Gerben von Leder. Das borkenlose Restholz wurde damals gerne als Brenn- oder Bauholz genutzt, aber auch der „Küfer“ verwendete das Holz für seine Wein- und Bierfässer. In den Eichenwäldern wurde in früheren Jahrhunderten übrigens auch gerne Schweinemast betrieben. Eicheln sind sehr nahrhaft für Schweine, weshalb damals der Leitspruch aufkam: „Auf den Eichen wächst der beste Schinken!“. Aus diesem Zusammenhang stammt auch der gegenwärtig noch geläufige Spruch: „Was kümmert es die Eiche, wenn sich eine Wildsau an ihr wetzt“.