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Fracking - Gefahr für Wasserentnahme?

(as). Mit Sorge verfolgt die Bürgerinitiative „Kein Fracking in der Heide“ (BI) die Vertragsverhandlungen zwischen den Hamburger Wasserwerken und dem Land Niedersachsen für die Entnahme von Trinkwasser aus der Heide. Die BI sieht den Zusammenhang zwischen der Trinkwasserentnahme und der potenziellen Nutzung von Öl- und Gaslagerstätten in der Nordheide im Antrag der Wasserwerke nicht ausreichend berücksichtigt. Nun hat die Initiative eine Einwendung an den Landkreis geschickt.
Hintergrund: Die Wasserwerke fördern seit 1974 Trinkwasser aus der Lüneburger Heide. Das für 30 Jahre abgeschlossene Verwaltungsabkommen zwischen dem Land Niedersachsen und der Freien und Hansestadt Hamburg über die Wassergewinnung ist im Jahr 2004 abgelaufen. Über eine erneute vertragliche Regelung der Wasserförderung wird derzeit verhandelt.
Die BI befürchtet, dass die Trinkwasserressourcen durch Gas- und Ölförderung im Landkreis gefährdet sind. Sie fordert kürzere Zeiträume für die Entnahmegewährung.
Ein weiterer Kritikpunkt ist nach Ansicht der BI eine mögliche Nutzungskonkurrenz zwischen Wasserversorgern und Gas- bzw. Ölförderunternehmen, die bei dem massiven Wasserverbrauch von Öl- und Gasforderungen auftreten könnte. Die Auswirkungen des starken Verbrauchs auf den Grundwasserspiegel und die Umwelt seien nicht ausreichend beachtet worden.
Die Initiative fordert, die potenzielle Nutzung von Öl- und Gaslagerstätten in der Planung zu berücksichtigen.
• www.kein-fracking-in-der-heide.de.