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Gewittersommer: Meteorologe erklärt das Wetter-Phänomen

Zum zweiten Mal an einem Tag brauen sich Gewitterwolken über Stade zusammen (Foto: am)
(am). Nach schwülen, heißen Sonnentagen folgen oft Sommergewitter. In diesem Jahr - so zumindest das Empfinden Vieler - spielt das Wetter verrückt. Fast jeden zweiten Tag rollt auch bei kühleren Temperaturen ein Donnergrollen über den wolkenbedeckten Himmel und Regengüsse prasseln auf den Boden. Ist das normal?
Ja, und nein, sagt Prof. Dr. Felix Ament vom Meteorologischen Institut der Universität Hamburg: "Die Wetterlage war durchaus ungewöhnlich und kommt so nicht in jedem Jahr vor. Aber im Laufe von Jahrzehnten ist sie innerhalb der Schwankungen durchaus zu beobachten." Grund für die häufigen Gewitter in den vergangenen Wochen war ein stabiles Tief über Mitteleuropa. "Damit sind häufig starke Luftmassengrenzen mit erheblichen Temperaturunterschieden bis zu zehn Grad verbunden. Dadurch bilden sich starke Gewitter." Es gab diesen Sommer also tatsächlich auffällig viele Gewitter. Aber ein genereller Trend lasse sich daraus nicht ableiten, so der Wetterexperte. "Wenn in Stade in einem Jahr zweimal jemand im Lotto gewinnt, folgt daraus auch nicht, dass die Gewinnchancen steigen" - also kein Grund in dem nass-feuchten Gewittersommer eine generelle Wetter- oder gar Klimaveränderung zu befürchten.