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Grüne Woche: Touristiker und Obstbauern zufrieden

Ministerpräsident Stephan Weil schmeckte der Jorker Apfelbrand (Foto: oh)
bc. Berlin. Die Grüne Woche, die weltgrößte Messe für Ernährung, Gartenbau und Landwirtschaft, ist nach zehn Tagen am Sonntag in Berlin zu Ende gegangen. Touristiker und Obstbauvertreter aus der Region ziehen durch die Bank eine positive Bilanz. Der Besucherstrom sei noch größer gewesen als in den Jahren zuvor.
Rolf Lühmann, Vorsitzender des Tourismusvereins Altes Land und neuer Gebietsmanager an der Niederelbe, registrierte vor allem einen weiter anhaltenden Boom des Fahrradtourismus. "Viele Standbesucher haben nach Radweg-Karten gefragt", berichtete der Estebrügger.

Verbraucher seien zudem auch immer wissbegieriger, was die Herkunft der Lebensmittel anbelangt. "Ich hatte meine Mitarbeiter diesmal extra geschult, damit sie alle Kreuzungen von Apfelsorten erklären konnten", so Lühmann. Allein 1,6 Tonnen Äpfel der Sorten "Kanzi" und "Rubens" gingen bei ihm über den Tresen. Als Hingucker machten die Ollaner Appelkeunigin, die Spargelkönigin aus Fredenbeck und die Altländer Blütenkönigin einen tollen Job. Auch die Popularität von HSV-Kult-Masseur Hermann Rieger machten sich die Altländer zu eigen. Er schrieb Autogramme, hielt Smalltalk mit den Gästen. Lühmann: "Hermann fühlt sich dem Alten Land verbunden."

Prominenz ließ sich ebenfalls blicken. Ministerpräsident Stephan Weil und Landwirtschaftsminister Christian Meyer statteten den Altländern einen Besuch ab. Weil kostete vom leckeren Apfelschnaps der Jorker Nordik-Edelbrennerei. Dem Spitzenpolitiker hat der Brand offenbar geschmeckt. "Ich soll ihm noch eine Flasche persönlich nach Hannover bringen", erzählt Lühmann mit einem Augenzwinkern.

Auch Hilke Ehlers, als Geschäftsführerin des Fördervereins "Integriertes Obst aus dem Alten Land" verantwortlich für den zweiten Stand aus der Region, sprach von einem erfolgreichen Messeauftritt: "Selbst wenn es aus Verbrauchersicht bedauerlich ist, dass das Alte Land zwei Stände in Berlin unterhält, leistet die Obstwirtschaft hervorragende Arbeit in Verbraucheraufklärung und politischen und wirtschaftlichen Kontakten." Im Vordergrund standen jedoch die Gespräche mit den Verbrauchern.

Gerne nahmen die Besucher das Angebot an, vier Apfelsorten zu testen. Ehlers: "In diesem Jahr kam zu dem Red Prince, dem Elstar und dem Boskoop noch der Junami hinzu, den die Verbraucher begeistert annahmen."

Noch häufiger als im vergangenen Jahr sei Fachpublikum an den Stand gekommen. „Hier können wir den Trend nur bestätigen, dass die Grüne Woche als Ernährungsmesse immer stärker von Einkäufern sowie Im- und Exporteuren besucht wird“, sagt Ehlers.