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Illegal entsorgter Grünschnitt gefährdet Wälder

(ab). Noch einmal im Sommer oder Herbst einen Pflegeschnitt im Garten durchführen, die Hecke schneiden - und danach die Gartenabfälle schnell im Wald entsorgen. Kein Problem - oder? Doch, denn so einfach ist es nicht. Wer meint, seinen Grünschnitt problemlos in den Wald schmeißen zu können, irrt: Der grüne Müll schädigt die Waldböden und sorgt dafür, dass sich gebietsfremde Arten ansiedeln, informiert jetzt der Naturbund (NABU) Niedersachsen. Da die meisten Waldböden von Natur aus nährstoffarm sind, würden illegal entsorgten Gartenabfälle für eine hochdosierte Düngung sorgen. Aufgrund des Sauerstoffmangels ersticke der Boden unter dem Biomüll - und dortige Pflanzenarten ebenso. Stickstoffaffine Pflanzen wie das Indische Springkraut oder der Japanische Staudenknöterich würden sich bereits rasant ausbreiten und heimische Arten verdrängen.

Es sei besser, im eigenen Garten einen Komposthaufen anzulegen, so der NABU. Damit hätte man eine ökologische und preiswerte Alternative zu Kunstdünger und verwandele den Garten in eine Kreislaufwirtschaft. Eine zweite Möglichkeit sei, den Grünschnitt zu einer Grüngut-Annahmestelle zu bringen.
Gartenabfälle im Wald zu entsorgen, steht unter Strafe und kann als eine Ordnungswidrigkeit mit einer Geldstrafe in vierstelliger Höhe geahndet werden.

• Weitere Infos zum Thema Grünschnitt und Natur unter www.nabu-niedersachsen.de.