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Immer weniger Ferkelerzeuger im Bezirksverband Stade

Der Arbeitskreis "Sauenhaltung" im Landvolk Stade (v.li.): Vorsitzender Lars Prigge, Peter Spandau, Nadine Eckhoff, Johann Knabbe und Ralf Wülpern (Foto: oh)
(bc). Die wirtschaftliche Lage der Sauenhalter ist nach wie vor angespannt. Das wurde auf der jüngsten Sitzung des Landvolk-Arbeitskreises "Sauenhaltung" im Bezirk Stade deutlich. Aktuell existieren gerade noch 187 ferkelerzeugende Betriebe im Bezirksverband – Tendenz abnehmend. Die seit Anfang 2013 von der EU geforderte Umstellung auf Gruppenhaltung hat vielen Hofbesitzern stark zugesetzt und etliche zum Aufgeben bewogen.
Große Sorgen bereitet zudem die Situation auf den Märkten und die Eingriffe seitens der Politik. Lars Prigge, Vorsitzender der AG "Sauenhaltung" aus Wohlerst (Landkreis Stade), fordert eine Bindung der Ferkelpreise an den Mastpreis sowie eine praktikable Lösung bei der Kennzeichnung von Schweinefleisch. „Eine Kennzeichnung nach Geburt, Aufzucht, Mast, Schlachtung und Verpackung wäre ein klares Bekenntnis an die deutschen Sauenhalter und ein deutliches Qualitätsmarkmal“, so Prigge. Er weiß: "Um langfristig überleben zu können, müssen wir uns von der weltweiten Konkurrenz abgrenzen."
Hintergrund: Die Ferkelerzeuger als erstes Glied in der Kette der Schweinefleischproduktion können die gestiegenen Preise beispielsweise für Futtermittel nicht weitergeben.