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Kammer: "Beitragsmodell muss korrigiert werden"

(Foto: archiv)
(bc). Die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade hält nichts von den Plänen der Länder, den monatlichen Rundfunkbeitrag angesichts der erwarteten Mehreinnahmen (das WOCHENBLATT berichtete) pauschal zu reduzieren. Anstatt den Satz von 17,98 Euro um einen Euro zu senken, fordert Kammerhauptgeschäftsführer Norbert Bünten, das komplette Beitragsmodell zu korrigieren. „Die Rundfunkanstalten müssen offenlegen, bei welchen Nutzergruppen die jährlichen Mehreinnahmen von 250 Millionen Euro entstanden sind“, so Bünten. Die Kammer habe Hinweise, dass vor allem Filialbetriebe und Unternehmen mit einem großen Fuhrpark von den erheblichen Zusatzbelastungen betroffen seien.

„Eine handwerkliche Bäckerei, die mit mehreren Filialen zur Versorgung der Bevölkerung in der Fläche beiträgt, muss bei gleicher Gesamtbeschäftigtenzahl einen höheren Rundfunkbeitrag zahlen als ein industrieller Backwarenhersteller an nur einem Standort“, kritisiert der Hauptgeschäftsführer.

Wie berichtet, führt die Einführung der pauschalen Haushaltsabgabe nach einer Schätzung der Gebührenkommission KEF dazu, dass am Ende des Jahres Mehreinnahmen in Höhe von 500 Mio. Euro in die Kassen von ARD und ZDF gespült werden.