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Kaninchen - Qualhaltung in Käfigen

Die Kaninchen werden auf grausame Art gehalten (Foto: oh)

Tierschutz-Organisation klagt an: Galeria Kaufhof verkauft Kaninchenfleisch aus grausamer Käfighaltung.

(mum). Da vergeht einem der Appetit: Kleine, süße Kaninchen werden in großen Mengen in beengten Käfigen gehalten. Einige von ihnen bluten aus offenen Wunden. In einer Ecke der „Tierfabrik“ wurden bereits verendete Kaninchen gestapelt. Mit Bildern, die das Leid dieser Mastkaninchen in Massentierhaltung zeigen, ist die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ jetzt an die Öffentlichkeit gegangen. Laut Informationen der Tierschützer wird das Fleisch dieser Tiere in der Hamburger Filiale von Galeria Kaufhof (Mönckebergstraße) verkauft.
„Wir haben das Unternehmen schriftlich aufgefordert, Kaninchenfleisch der Marke AIA aus italienischer Käfighaltung umgehend aus den Regalen zu nehmen“, so Melitta Töller von „Vier Pfoten“. Der Tierschutzorganisation würden Videoaufnahmen vorliegen, auf denen Kaninchen in den Mast- und Zuchtbetrieben der Marke AIA dicht gedrängt in engen Drahtgitterkäfigen zu sehen sind. „Die Kaninchen können sich in den Käfigen nicht zur vollen Größe aufrichten oder hoppeln“, so Töller. Sie würden an Verhaltensstörungen wie Kannibalismus, abgebissenen Ohren und wunden Läufen leiden. „Einige Kaninchen haben Haarausfall oder Geschwüre.“
Entsprechendes Bildmaterial hat „Vier Pfoten“ der Galeria Kaufhof Geschäftsführung zur Verfügung gestellt und das Unternehmen aufgefordert, auf Kaninchenfleisch aus Bodenhaltung umzusteigen. „Galeria Kaufhof sollte seinen guten Ruf nicht aufs Spiel setzen, indem das Unternehmen auf den Verkauf dieses extrem tierquälerisch produzierten Kaninchenfleischs beharrt“, sagt Dr. Martina Stephany, Kampagnenleiterin von „Vier Pfoten“.
• Das schockierende Video kann unter http://www.vier-pfoten.de/news-press/pressearchiv/131127/ angesehen werden.

Kommentar

Verbraucher haben es in der Hand
30 Millionen Kaninchen (41.000 Tonnen Fleisch) müssen laut der Tierschutz-Organisation „Vier Pfoten“ jährlich allein in Deutschland sterben, um schließlich auf dem Teller zu landen. Unter welchen Umständen die Tiere ihr Schlachtgewicht erreichen, scheint in Deutschland offensichtlich kaum jemand zu interessieren. Dabei ist bereits seit fünf Jahren bekannt, dass die Kaninchen zum Großteil aus tierquälerischen Intensivbetrieben stammen.
Vor dem Hintergrund, dass die Auflagen für die Masttierhaltung von Schweinen und Hühner völlig zu recht immer strenger werden, muss dringend auch in diesem Bereich nachgebessert werden.
So lange dies aber nicht der Fall ist, bleibt nur der Appell an die Feinschmecker, mit offenen Augen durch die Supermärkte zu gehen.
Sascha Mummenhoff