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Kein Kind darf jetzt frieren!

Über die Wintersachen des Round Table werden sich die Flüchtlingskinder freuen (v. li.): Marcel Sack, Sascha Mummenhoff, Timor Buchhorn (alle RT HH-Harburg), Heidi Kreutzfeld (Fachberatung Kinder, Jugend und Familie des DRK) und RT 28-Präsident Jan Schwarz bei der Übergabe der Spende (Foto: DRK Hamburg-Harburg)

Mitglieder des Round Table 28 Hamburg-Harburg spenden 120 Winterjacken und -Stiefel für die DRK-Spielstuben.

(mum). Mit den so genannten Spielstuben bietet das Deutsche Rote Kreuz (DRK) eine Kinderbetreuung für schutzsuchende Flüchtlingsfamilien. Die Jungen und Mädchen können sich nun über warme Winterkleidung freuen, denn die Mitglieder von Round Table Hamburg-Harburg (RT 28) haben jetzt eine großzügige Kleiderspende vorbei gebracht.
Handfest anpacken, das können die Herren des RT 28. „Das gehört zu unserer Mentalität“, sagt Vizepräsident Timor Buchhorn (Seevetal) und greift zum nächsten Karton mit Winterjacken. Vom Transporter trägt er ihn in die DRK-Geschäftsstelle. Sechs Kisten, doppelt so groß wie Umzugskartons, randvoll mit bunten Kinderjacken und roten Winterstiefeln, bringen er und seine drei Mitstreiter vorbei.
„Wir sind selbst fast alle Familienväter, deshalb liegen uns Kinder besonders am Herzen“, sagt Club-Präsident Jan Schwarz (Apensen). „Aus diesem Grund haben wir uns an den Bereich Kinder, Jugend und Familie des DRK gewandt, um zu erfahren, was derzeit am Nötigsten gebraucht wird.“ Weil es bald bitterkalt werden wird, lag es auf der Hand, Wintersachen zu besorgen. Bei einem der 14-tägigen-Treffen des Clubs wurde Marcel Sack beauftragt, die Kleidung zu organisieren. Der Jesteburger ist von Beruf Handelsunternehmer und hat guten Kontakt zu Textilfirmen. Mit der Firma Playshoes konnte er schließlich sehr günstige Konditionen für die gespendeten Kindersachen aushandeln.
„Die Winterjacken und Stiefel können wir wirklich sehr gut gebrauchen“, freut sich Heidi Kreutzfeld von der DRK-Fachberatung Bereich Kinder, Jugend und Familie. Denn nach wochenlanger Flucht mit ihren Eltern vor Krieg und Verfolgung, besitzen die Kinder oft nur noch die Kleidung, die sie am Leib tragen. Etwa 320 Jungen und Mädchen im Alter von drei bis sechs Jahren nutzen mittlerweile das „Angebot der halboffenen Betreuung in Wohnunterkünften für Flüchtlinge“. In bisher neun Spielstuben des DRK-Kreisverbandes werden sie mehrere Stunden am Tag von 20 Mitarbeitern liebevoll betreut. „Für die Kinder bietet der Besuch unserer Spielstuben die Gelegenheit, erste Erfahrungen im Umgang mit der deutschen Sprache zu sammeln“, so Kreutzfeld. Die Mitarbeiter haben überwiegend einen Migrationshintergrund und sind mehrsprachig, was den Kindern zugleich auch das Sprechen in ihrer Muttersprache ermöglicht. „Immer wieder zeigt sich, dass die zum Teil stark traumatisierten Kinder hier einen wichtigen Schutzraum finden, der ihnen hilft, die Flucht- und Migrationserfahrungen besser und auf kindgerechte Weise zu verarbeiten“, sagt Heidi Kreutzfeld.

• Weitere Infos zu Round Table gibt es im Internet:
Round Table Deutschland
RT 28 Hamburg-Harburg

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